lohnConsultSERVICEPORTAL
Handbuch

lohnConsult ServicePortal

Alle MicroApps für Ihre Lohnbuchhaltung – Schritt für Schritt erklärt, mit Bildschirmfotos, Rechtsgrundlagen und Praxis-Tipps.

34Kapitel
68Abschnitte
56Bildschirmfotos
AusgabeAugust 2026 · Version 1.4
Teil 1

Einstieg

Was das ServicePortal ist, wie der Zugang funktioniert, wie die Apps aufgebaut sind.

1Willkommen im ServicePortal

Das ServicePortal ist Ihr digitaler Werkzeugkasten rund um die Lohnabrechnung: kleine, spezialisierte Anwendungen – wir nennen sie MicroApps –, die Sie direkt im Browser öffnen. Kein Download, keine Installation, keine Schulung.

Was Sie hier finden

Jede App erledigt genau eine Aufgabe: eine Bescheinigung erstellen, einen Vertrag erzeugen, einen Status prüfen, eine monatliche Meldung erfassen oder eine Berechnung nachvollziehen. Zusammen decken die Apps die Vorgänge ab, die zwischen Ihnen und Ihrem Lohnbüro sonst per E-Mail, Telefon oder Papier laufen.

Für wen ist das gedacht?

  • Geschäftsführung und Inhaber
  • Personalabteilung und Büroleitung
  • Mitarbeitende, die eigene Daten erfassen
  • alle, die schnell eine belastbare Auskunft brauchen

Was Sie davon haben

  • fertige Dokumente in Minuten statt Tagen
  • amtliche Vordrucke, korrekt ausgefüllt
  • weniger Rückfragen und Doppelerfassung
  • nachvollziehbare Rechenwege
Die Startseite des ServicePortals unter www.lohnconsult.de/serviceportal.html
Die Startseite des ServicePortals unter www.lohnconsult.de/serviceportal.html
Gut zu wissenAlle Angaben in diesem Handbuch beziehen sich auf den Stand August 2026. Das Portal wird laufend erweitert – neue Apps erscheinen automatisch als zusätzliche Kachel auf der Startseite.

2Zugang & Anmeldung

Das Portal selbst ist offen – Sie können jederzeit sehen, welche Apps es gibt. Erst beim Öffnen einer Anwendung fragt das Portal nach Ihren Zugangsdaten.

So melden Sie sich an

  1. Rufen Sie www.lohnconsult.de auf und klicken Sie oben in der Navigation auf ServicePortal.
  2. Suchen Sie die gewünschte Kachel und klicken Sie auf Öffnen bzw. Ausfüllen.
  3. Geben Sie Firmennummer und Kennwort ein. Beides erhalten Sie von uns – die Firmennummer ist dieselbe wie auf Ihren Abrechnungsunterlagen.
  4. Nach der Anmeldung öffnet sich die App direkt im Portal. Weitere Apps können Sie ohne erneute Anmeldung öffnen, solange das Browserfenster geöffnet bleibt.

Öffentliche Apps ohne Anmeldung

Einige Formulare sind bewusst frei zugänglich, damit Sie sie auch an Mitarbeitende weitergeben können – zum Beispiel die Reisekostenabrechnung, der baV-Antrag oder die Onboarding-Fragebögen. Sie erkennen sie am Kennzeichen Öffentlich auf der Kachel.

Direkt zur richtigen App

Jede App hat einen eigenen Link nach dem Muster www.lohnconsult.de/serviceportal.html?app=name. Sie können sich diese Links als Lesezeichen speichern oder an Mitarbeitende weitergeben – nach der Anmeldung landen Sie sofort in der gewünschten Anwendung.

AchtungDas Kennwort gilt für Ihr Unternehmen, nicht für einzelne Personen. Geben Sie es nur an Beschäftigte weiter, die Lohndaten sehen dürfen. Wenn ein Mitarbeitender ausscheidet, sagen Sie uns Bescheid – wir vergeben ein neues Kennwort.
Praxis-TippManche Apps holen auf Wunsch Daten aus dem LohnManager. Dafür brauchen Sie zusätzlich Ihre LohnManager-Zugangsdaten. Diese werden nur für den einzelnen Abruf verwendet und nicht gespeichert.

3Aufbau des Portals

Die Startseite besteht aus einer Kachel je Anwendung. Jede Kachel zeigt auf einen Blick, was die App tut, zu welcher Kategorie sie gehört und was am Ende herauskommt.

Kachelraster: Kategorie, Titel, Kurzbeschreibung, Ergebnisart und der Öffnen-Knopf
Kachelraster: Kategorie, Titel, Kurzbeschreibung, Ergebnisart und der Öffnen-Knopf

Aufbau einer Kachel

ElementBedeutung
Kategorie-ZeileFarbige Kleinschrift über dem Titel – ordnet die App einem Themenbereich zu.
Titel und BeschreibungWas die App macht, in einem Satz.
Ergebnis-HinweisWeb-Rechner = Ergebnis am Bildschirm · PDF = fertiges Dokument zum Download · Eigene Anwendung = eigenständiges Modul.
Öffnen / AusfüllenStartet die App im Portal. Leeres Formular (PDF) daneben liefert den unausgefüllten Vordruck zum Ausdrucken.

Suche und Filter

Über dem Kachelraster finden Sie ein Suchfeld und die Kategorie-Reiter. Tippen Sie einfach ein Stichwort ein – Minijob, Kündigung, Wohngeld –, das Raster filtert sofort mit.

3Kategorien & Kennzeichen

Die sechs Kategorien

KategorieInhalt
BescheinigungenAmtliche Vordrucke für Behörden und Kassen
Verträge und KündigungVertragsvorlagen, Anträge, Beendigung von Arbeitsverhältnissen
BerechnungenRechner und monatliche Erfassungen mit Geldwerten
StatusPrüfschemata zur versicherungsrechtlichen Beurteilung, Plausibilitätsprüfungen
SonstigeOnboarding-Fragebögen, Vorbereitung der Betriebsprüfung
AnleitungenBebilderte Anleitungen zum LohnManager
Weitere Kacheln – die Kennzeichen zeigen den Reifegrad
Weitere Kacheln – die Kennzeichen zeigen den Reifegrad

Kennzeichen auf den Kacheln

KennzeichenBedeutung
BetaFunktioniert, ist aber noch in der Erprobung – Ergebnis vor dem Versand prüfen.
ÖffentlichOhne Anmeldung nutzbar, auch für Mitarbeitende.
BaldIn Vorbereitung – Kachel sichtbar, App noch nicht.
ElektronischErgebnis wird elektronisch übermittelt (z. B. SV-Meldeportal).

4So arbeiten die Apps

Alle Apps folgen demselben Bauprinzip. Wenn Sie eine kennen, kennen Sie alle.

1 · Alles läuft im Browser

Die Rechner und Prüfschemata arbeiten vollständig auf Ihrem Gerät. Ihre Eingaben verlassen den Browser nicht, solange Sie nichts absenden. Sie können eine App also gefahrlos zum Ausprobieren öffnen – es wird nichts gespeichert und nichts gemeldet.

2 · Ergebnis sofort, ohne Klick auf „Berechnen“

Die meisten Rechner aktualisieren ihr Ergebnis während der Eingabe. Rechts oder unterhalb der Eingaben steht das Ergebnis in der dunkelblauen Ergebniskarte, darunter die Herleitung.

3 · Daten aus dem LohnManager übernehmen

Wo es sinnvoll ist, bieten die Apps einen Abruf an: Sie geben Firmennummer, Personalnummer und Ihr LohnManager-Kennwort ein, die App holt die Stammdaten des Mitarbeiters und – je nach App – die Werte der letzten Abrechnungen. Übernommene Felder bleiben immer überschreibbar.

4 · Ergebnis mitnehmen

AusgabeWofür
PDF herunterladenUnterschriftsreifes Dokument im amtlichen bzw. lohn.Consult-Layout.
Drucken / PDFBildschirmergebnis als Beleg für die Akte.
ExcelListen und Auswertungen zur Weiterverarbeitung.
An lohnConsult sendenÜbermittelt Formular und Anlagen direkt an Ihr Lohnbüro.
AchtungAlle Rechner und Prüfschemata liefern eine unverbindliche Ersteinschätzung. Sie ersetzen weder die Einzelfallprüfung noch eine Rechtsberatung. Im Zweifel sprechen Sie uns an – dafür sind wir da.

5Alle Apps auf einen Blick

Die folgende Übersicht zeigt alle Anwendungen des Portals mit ihrem Ergebnis und der Seite, auf der Sie die ausführliche Beschreibung finden.

AppKategorieErgebnis
BescheinigungsManagerBescheinigungenPDF im amtlichen Layout
VertragsgeneratorVerträge8 Vorlagen als PDF
Betriebliche Altersvorsorge (baV)VerträgeAntrag als PDF
PfändungenVerträgeDrittschuldnererklärung als PDF
Kost – Sachbezüge VerpflegungBerechnungenMonatsliste, Excel, Übermittlung
Mutterschaftsgeld-RechnerBerechnungenSchutzfrist und Zuschuss
Firmenwagen-RechnerBerechnungenGeldwerter Vorteil je Monat
EntgeltoptimierungBerechnungenNettolohn und Optimierungsbausteine
ReisekostenabrechnungBerechnungenAbrechnung als PDF
PayrollProduktivitätBerechnungenKostenauswertung als PDF/Excel
Status FinderStatusPersonengruppe und Beitragsgruppe
Minijob-BeraterStatusEinstufung und Abgabenrechnung
Praktikanten-CheckStatusPersonengruppe und Beitragsgruppe
Rentner-CheckStatusPersonengruppe und Beitragsgruppe
Kurzfristige BeschäftigungStatusPrüfergebnis, Fragebogen, Vertrag
Arbeitszeit-Check (ArbZG)StatusPrüfreport als PDF/Excel
Payroll CheckStatusPrüfliste zu Abrechnungs-PDFs
BoardMe – NeumandantenSonstigeFragebogen inkl. SEPA-Mandat
BoardMe (MA) – OnboardingSonstigePersonalfragebogen digital
BoardMe (Bulk)SonstigeImport-Excel für viele Mitarbeiter
BetriebsprüfungSonstigein Vorbereitung
Aufgaben / DienstplanerAnleitungenbebilderte Anleitung
Api2ImporterSonstigeStammdaten über die Schnittstelle, bis zur Freigabe
PersonioZeitImporterSonstigeZeiten aus Personio als Stunden im LohnManager
GastromatikConverterSonstigeLohndaten-CSV aus dem Gastromatik-Kompaktexport
CrewbrainSonstigePersonalstammdaten inkl. Zusatzfelder als CSV
AbschlagsManagerBerechnungenSEPA-Datei, Lohnexport, Lohnbestandteil
LohnbestandteilManagerBerechnungenSammelanlage von Lohnbestandteilen
Dienstplan – MonatsansichtSonstigeMonatsraster, Druck & Excel
Teil 2

Bescheinigungen

Der BescheinigungsManager: Vorlagen, Bedienung, Daten aus dem LohnManager, elektronischer Versand.

6BescheinigungsManager

Wohngeldstelle, Familienkasse, Elterngeldstelle, Jobcenter, Agentur für Arbeit: Behörden verlangen regelmäßig Angaben vom Arbeitgeber. Der BescheinigungsManager füllt die amtlichen Vordrucke aus – mit den Zahlen aus Ihren eigenen Lohnabrechnungen.

Die Startansicht: links die Vorlagen als PDF, unten die elektronisch zu übermittelnden
Die Startansicht: links die Vorlagen als PDF, unten die elektronisch zu übermittelnden

Wann brauche ich das?

  • Ein Mitarbeiter legt einen Antrag vor und braucht Ihre Angaben als Arbeitgeber.
  • Ein Arbeitsverhältnis endet – die Agentur für Arbeit fordert die Arbeitsbescheinigung.
  • Eine Mitarbeiterin geht in Mutterschutz und braucht die Elterngeld-Bescheinigung.
  • Sie wollen die Zahlen nicht von Hand aus zwölf Abrechnungen abschreiben.
Gut zu wissenDie App füllt aus, was sie aus den Abrechnungen belegen kann. Alles Übrige – Kündigungsdaten, Abfindungen, Urlaubsabgeltung – ergänzen Sie selbst. Jedes Feld bleibt änderbar.

6Die Vorlagen im Überblick

Die acht Vorlagen

Nr.VorlageErgebnis
1Wohngeld / WohnberechtigungsscheinVerdienstbescheinigung, 3 Seiten PDF
2Allgemeine Verdienstbescheinigungneutrale Bescheinigung, 1 Seite PDF
3Familienkasse / KinderzuschlagVordruck KiZ 5, 2 Seiten PDF
4Elterngeld-AntragVordruck SBS-708 mit 15 Monatszeilen
5Arbeitsbescheinigung § 312 SGB III8 Seiten PDF und elektronischer Versand
6Nebeneinkommensbescheinigungin Vorbereitung
7BürgergeldVordruck SBS-638, 3 Seiten PDF
8eAU-Anforderungin Vorbereitung
Die Kachelnummer ist zugleich die Vorlagennummer und steht später in der Kopfzeile
Die Kachelnummer ist zugleich die Vorlagennummer und steht später in der Kopfzeile
Praxis-TippDie Kacheln sind nach Versandweg gruppiert, nicht nach Nummer: Vorlage 7 steht oben bei den PDF-Bescheinigungen, Vorlage 5 unten beim elektronischen Versand.

6Bedienung Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Vorlage anklicken. Oben erscheint die Kopfzeile mit der Vorlagennummer.
  2. In Abschnitt 1 Daten aus dem LohnManager laden Firmennummer, Personalnummer und LohnManager-Kennwort eingeben, den Zeitraum („Zeitraum endet mit“) und die Anzahl der Monate festlegen, dann Alles abrufen.
  3. In Abschnitt 2 Art der Bescheinigung ankreuzen, wofür die Bescheinigung bestimmt ist.
  4. Die vorgefüllten Felder von oben nach unten durchgehen und prüfen.
  5. Fehlende Angaben ergänzen – alles, was in keiner Abrechnung steht.
  6. PDF erzeugen, ausdrucken, unterschreiben, an die Behörde geben.
Vorlage 1: Datenabruf, Art der Bescheinigung und Arbeitnehmerdaten
Vorlage 1: Datenabruf, Art der Bescheinigung und Arbeitnehmerdaten
AchtungSie bescheinigen als Arbeitgeber. Prüfen Sie vor der Unterschrift jede übernommene Zahl gegen die Abrechnung – gerade bei Sonderzahlungen und steuerfreien Bezügen.

6Daten aus dem LohnManager

Was der Abruf liefert

Stammdaten

  • Name, Geburtsdatum, Geburtsort
  • Anschrift
  • Eintritt, Austritt, Befristung
  • Wochenstunden, SV-Nummer, Steuer-ID

Monatswerte

  • Brutto, Steuerbrutto, SV-Brutto
  • steuerfreie Bezüge, Einmalzahlungen, Netto
  • Steuer- und SV-Abzüge
  • Steuerklasse, Personen- und Beitragsgruppe, Kasse
Die Monatswerte werden je Monat aus den Abrechnungen gelesen
Die Monatswerte werden je Monat aus den Abrechnungen gelesen

Besonderheiten einzelner Vorlagen

  • Wohngeld: Steuerklasse, Pauschalbesteuerung und die Häkchen für RV/KV/PV leitet die App aus der Personengruppe ab; der Teilzeitanteil rechnet sich aus der Wochenarbeitszeit (40 Std. = 100 %).
  • Elterngeld: zuerst den Entbindungstermin eintragen – daraus ergeben sich Schutzfrist (Termin −42 bis +56 Tage) und das Raster der 15 Monatszeilen.
  • Kinderzuschlag und Bürgergeld: gefragt ist das laufende Brutto ohne Einmal- und Nachzahlungen.
  • Bürgergeld Ziffer 5.9: der Stundenlohn wird geschätzt – bei abweichender Arbeitszeitregelung korrigieren.
Gut zu wissenPro Abruf werden maximal 14 Monate gelesen; längere Zeiträume holt die App in mehreren Blöcken.

6Elektronischer Versand

Die Arbeitsbescheinigung nach § 312 SGB III wird seit 2023 elektronisch übermittelt. Die App bereitet die Angaben auf, gesendet wird im SV-Meldeportal.

Vorlage 5 – Arbeitsbescheinigung, gekennzeichnet für den elektronischen Versand
Vorlage 5 – Arbeitsbescheinigung, gekennzeichnet für den elektronischen Versand

Der Ablauf

  1. Vorlage 5 ausfüllen und Daten für das SV-Meldeportal kopieren drücken.
  2. Im SV-Meldeportal mit Elster-Zertifikat und Kennwort anmelden.
  3. Prüfen, ob der Mitarbeiter dort angelegt ist (Verwaltung → Mitarbeiterverwaltung → Stammdatenverwaltung → Neuer Mitarbeiter).
  4. Formular Arbeitsbescheinigung öffnen, oben Betriebsnummer, Mitarbeiter, Monat und Jahr wählen und Stammdaten holen drücken – erst dann erscheinen die Felder.
  5. Angaben übertragen, die restlichen Felder ergänzen, Prüfen, ggf. Entwurf speichern, dann Senden.
AchtungIst der Mitarbeiter im SV-Meldeportal noch nicht angelegt, bleibt die Bescheinigungsmaske leer. Beim Anlegen Straße und Hausnummer getrennt eintragen – die Abrechnung liefert beides in einem Feld.

Handarbeit bleiben: Staatsangehörigkeit, Tätigkeitsschlüssel, Schulabschluss, Berufsausbildung, Vertragsform und AÜG-Kennzeichen. Die hinterlegte „Berufsgruppe“ ist nicht der neunstellige Tätigkeitsschlüssel.

6Eckwerte & Stolperfallen

Rechtsgrundlagen und Vordrucke

BescheinigungGrundlage / Vordruck
Arbeitsbescheinigung§ 312 SGB III · Vordruck BA II 2 (Stand 08/2023), Ziffern 3–111
Elterngeld§ 9 BEEG · Vordruck SBS-708, 15 Monatszeilen
KinderzuschlagVordruck KiZ 5 (Stand 09/2020)
BürgergeldVordruck SBS-638 Einkommensbescheinigung (Stand 08/2023)
WohngeldVerdienstbescheinigung Wohngeld / Wohnberechtigungsschein, 3 Seiten
Mutterschutz-Zuschuss§ 20 MuSchG · § 24i SGB V

Stolperfallen aus der Praxis

  • Reihenfolge beim Elterngeld: ohne Entbindungstermin stimmt das Monatsraster nicht.
  • Einmalzahlungen sauber trennen – mehrere Vordrucke fragen ausdrücklich nach dem laufenden Brutto.
  • Nettobetrag von Einmalzahlungen (Bürgergeld Ziffer 7) steht in keiner Abrechnung und muss manuell eingetragen werden.
  • Auswahllisten mit Codes im SV-Meldeportal bleiben derzeit Handarbeit.
  • Vorlagen 6 und 8 sind noch nicht freigeschaltet.
Praxis-TippBewahren Sie eine Kopie jeder erstellten Bescheinigung zu den Entgeltunterlagen. Bei Rückfragen der Behörde lässt sich so in Sekunden nachvollziehen, was Sie wann bescheinigt haben.
Teil 3

Verträge und Kündigung

Vertragsgenerator mit acht Vorlagen, Aufhebungsvertrag und Kündigung, dazu weitere Formulare.

7Vertragsgenerator

Acht Vorlagen decken den gesamten Lebenszyklus eines Arbeitsverhältnisses ab – von der Einstellung über die Beauftragung Ihres Lohnbüros bis zur Beendigung. Sie füllen ein geführtes Formular aus, die App erzeugt daraus ein unterschriftsreifes PDF.

Die Vertragsauswahl: acht Kacheln, jede erzeugt ein eigenes Dokument
Die Vertragsauswahl: acht Kacheln, jede erzeugt ein eigenes Dokument

Gemeinsame Bedienlogik

  1. Kachel anklicken – über ← Zurück zur Vertragsauswahl kommen Sie jederzeit zurück.
  2. Bei mitarbeiterbezogenen Vorlagen oben die Stammdaten aus dem LohnManager abrufen und übernehmen.
  3. Formular ausfüllen; Datumsfelder erkennen viele Schreibweisen (20.9.26, 20/09/2026, 20092026).
  4. Optionale Bausteine an- oder abwählen – die Paragrafen werden automatisch neu nummeriert.
  5. Gelbe Hinweiszeilen beachten: die App bricht nie stillschweigend ab, sondern sagt, was fehlt.
  6. PDF erzeugen – die Datei wird nach Vorlage und Namen benannt, z. B. Arbeitsvertrag_Mustermann.pdf.
Gut zu wissenBetriebsnummer und Bankverbindung werden nie automatisch abgerufen. Für Aufhebungsvertrag und Kündigung brauchen Sie zusätzlich Bruttomonatsentgelt, Zugangsdatum und die Zahl der Beschäftigten.

7Vorlagen 1 und 2

Vorlage 1 · Arbeitsvertrag

Der lohn.Consult-Standardarbeitsvertrag mit 18 Paragrafen im vollständigen Wortlaut, für Vollzeit- und Teilzeitkräfte. Wählbar sind unter anderem Vergütungsform (Fest, Brutto, Netto), Fahrtkosten, Mahlzeiten, Zuschläge, Probezeit, Befristung, Homeoffice, Urlaub und Tarifbindung. Optional wird eine Fristenseite angehängt.

Vorlage 1: Stammdatenübernahme und Vertragsparteien
Vorlage 1: Stammdatenübernahme und Vertragsparteien

Vorlage 2 · Geringfügige Beschäftigung (Minijob)

Arbeitsvertrag nach dem Mustervertrag der Minijob-Zentrale. Abwählbar sind Fortbildung, Sonderzuwendungen, Urlaub, Entgeltfortzahlung, Einstellungsfragebogen, Verschwiegenheit und weitere Beschäftigungen. Rechenhilfen ermitteln Stunden pro Tag, Urlaubsanspruch (Arbeitstage/Woche × 24 ÷ 6) und Probezeitende. Ab 603 € Monatsentgelt erscheint ein Warnhinweis.

AchtungAbgewählt heißt nicht „gilt nicht“: Urlaubsanspruch und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bestehen kraft Gesetzes weiter, auch wenn der Paragraf nicht im Vertrag steht.

7Vorlagen 3 und 4

Vorlage 3 · RV-Befreiungsantrag

Der amtliche Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für Minijobber (§ 6 Abs. 1b SGB VI, Vordruck 19916) im Originallayout – mit Kästchenrastern für Rentenversicherungsnummer (12 Stellen), Betriebsnummer (8 Stellen) und Datumsfelder. Das Merkblatt der Minijob-Zentrale und eine Fristenübersicht lassen sich anhängen.

Vorlage 3 mit Fristen-Grafik: Antrag → Meldung → Wirkung der Befreiung
Vorlage 3 mit Fristen-Grafik: Antrag → Meldung → Wirkung der Befreiung
FristRegel
Wirkung der Befreiungab dem 1. des Monats, in dem der Antrag beim Arbeitgeber eingeht – frühestens ab Beschäftigungsbeginn
Meldung an die Minijob-Zentraleinnerhalb von 42 Tagen (6 Wochen) nach Eingang des Antrags
AufbewahrungDer Antrag gehört zu den Entgeltunterlagen und wird nicht an die Minijob-Zentrale gesendet (§ 8 Abs. 2 Nr. 4a BVV).

Vorlage 4 · Kurzfristige Beschäftigung

Erzeugt ein Paket aus drei abwählbaren Teilen: Rahmenarbeitsvertrag (Befristung wahlweise auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage), Zusatzfragebogen mit den Fragen 1–16 samt Tabelle zum Erwerbsverhalten und das Prüfergebnis mit vollständigem Rechenweg. Der ausgefüllte Fragebogen gehört zwingend in die Entgeltunterlagen – bei einer Betriebsprüfung ist er Ihr Nachweis.

7Vorlagen 5 und 6

Vorlage 5 · Auftrag an lohnConsult

Ihr Angebot bzw. Auftrag zur Lohnbuchhaltung mit vier abwählbaren Teilen: Anschreiben, Leistungspaket, AGB (§ 1–11) und Auftragserteilung mit Unterschriftsfeld. Das Leistungspaket besteht aus 19 einzeln wählbaren Blöcken in drei Gruppen – Ersteinrichtung, laufende Abrechnung, optionale Leistungen –, jeweils als „enthalten“ oder „extra“ gekennzeichnet; die Nummerierung rechnet sich automatisch.

Praxis-TippWählen Sie zuerst Ihren Standort (Freiburg, Köln, Bonn, Nürnberg). Anschrift, Telefon und E-Mail im Briefkopf werden daraus gesetzt. Betreff und Anrede schlägt die App vor, bis Sie selbst hineinschreiben – danach bleibt Ihr Text stehen.

Vorlage 6 · Datenschutz-Vereinbarung (AVV)

Die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO mit den Ziffern 1–21 und drei Anlagen:

  • Anlage 1 – Gegenstand: Tätigkeiten, Datenarten, besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO (Gesundheit, Religion, Schwerbehinderung, Gewerkschaftszugehörigkeit), betroffene Personen und Ihre weisungsberechtigten Personen.
  • Anlage 2 – genehmigte Unterauftragnehmer zum Ankreuzen, erweiterbar.
  • Anlage 3 – technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO in vier Gruppen.
Gut zu wissenDie Vorlagen 5 und 6 sind Verträge zwischen Ihnen und lohn.Consult – hier gibt es folgerichtig keinen Mitarbeiter-Abruf. Prüfen Sie die vorbelegte Anschrift; sie ist überschreibbar.

7Vorlage 7 · Aufhebungsvertrag

Die einvernehmliche Beendigung aus rund 21 Bausteinen – Beendigung, Freistellung, Vergütung, Urlaub, Abfindung, Dienstwagen, Zeugnis, Wettbewerb, Rückgabe, Verschwiegenheit, Klageverzicht, Bedenkzeit, Ausgleichsklausel und Freitext. Über drei Schnellwahl-Knöpfe stellen Sie Standard, Alle an oder Minimal ein.

Vorlage 7: Bausteine, Anlass und die Live-Prüfung von Frist und Sperrzeitrisiko
Vorlage 7: Bausteine, Anlass und die Live-Prüfung von Frist und Sperrzeitrisiko
  • Der gewählte Anlass (betriebsbedingt, personenbedingt, verhaltensbedingt, Wunsch des Arbeitnehmers, einvernehmlich) steuert Formulierung, Text für die Arbeitsbescheinigung und die Sperrzeit-Ampel. „Wunsch des Arbeitnehmers“ ist die höchste Risikostufe.
  • Die Live-Prüfung vergleicht das Vertragsende mit der Frist nach § 622 BGB und weist auf Ruhen (§ 158 SGB III) und Sperrzeit (§ 159 SGB III) hin.
  • Faustformel übernehmen setzt 0,5 Bruttomonatsgehälter je Beschäftigungsjahr ein (üblicher Korridor: 0,25 bis 0,5).
  • Optional gehören ein Merkblatt für den Arbeitnehmer und ein Begleitschreiben zum PDF.
AchtungEin Aufhebungsvertrag ist bindend – ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es nicht. Geben Sie dem Mitarbeiter Bedenkzeit und weisen Sie schriftlich auf mögliche Folgen beim Arbeitslosengeld hin.

7Vorlage 8 · Kündigung

Beta Das Kündigungsschreiben des Arbeitgebers in vier Varianten – ordentlich, in der Probezeit, fristlos und fristlos mit sozialer Auslauffrist. Die hilfsweise ordentliche Kündigung ist immer enthalten. Termin berechnen ermittelt das Beendigungsdatum: in der Probezeit Zugang + 14 Tage, sonst nach § 622 BGB.

Vorlage 8 mit Fristenrechner, Prüfliste und FAQ
Vorlage 8 mit Fristenrechner, Prüfliste und FAQ

Was die Live-Prüfung abdeckt

  • Schriftform (§ 623 BGB)
  • Frist gegen gewählten Termin
  • Zwei-Wochen-Frist bei fristloser Kündigung
  • Anwendbarkeit des KSchG
  • besonderer Kündigungsschutz
  • Vollmachtsproblematik (§ 174 BGB)
  • Zustellungsart und Nachweis
  • Ende der Klagefrist

Optional gehören ein Zustellungsprotokoll (mit Unterschriften für Bote und Zeuge) und eine interne Checkliste zum PDF. Ein FAQ mit den zehn häufigsten Arbeitgeberfragen ist in der App aufklappbar.

AchtungDie Kündigung muss dem Mitarbeiter im Original zugehen. Planen Sie Zustellung und Nachweis von Anfang an mit ein – ein Scan oder eine E-Mail ist unwirksam.

7Fristen & Rechtsgrundlagen

Kündigungsfristen des Arbeitgebers nach § 622 BGB

Bestand des ArbeitsverhältnissesFristZum
in der Probezeit (max. 6 Monate)2 Wochenjederzeit
Grundfrist4 Wochen15. oder Monatsende
2 Jahre1 MonatMonatsende
5 Jahre2 MonateMonatsende
8 Jahre3 MonateMonatsende
10 Jahre4 MonateMonatsende
12 Jahre5 MonateMonatsende
15 Jahre6 MonateMonatsende
20 Jahre7 MonateMonatsende

Die wichtigsten Vorschriften

NormInhalt
§ 623 BGBBeendigung nur schriftlich mit Originalunterschrift – E-Mail, Fax, Scan sind unwirksam.
§ 626 Abs. 2 BGBFristlose Kündigung nur innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis des Grundes.
§ 4 KSchGKündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen ab Zugang.
KSchGAnwendbar bei mehr als 10 Beschäftigten und mehr als 6 Monaten Betriebszugehörigkeit.
§ 174 BGBKündigung durch Bevollmächtigte ohne Vollmachtsvorlage kann zurückgewiesen werden.
§ 167 Abs. 2 SGB IXBEM vor krankheitsbedingter Kündigung.
MuSchG, BEEG, SGB IX, PflegeZG, § 22 BBiGbesonderer Kündigungsschutz
Gut zu wissenDie Fünftelregelung für Abfindungen wird seit 2025 nicht mehr im Lohnsteuerabzug angewendet, sondern nur noch in der Einkommensteuerveranlagung.

8Betriebliche Altersvorsorge

Zwei kompakte Formulare, die direkt im Portal ausgefüllt werden – ohne eigene App, ohne Anmeldung.

Betriebliche Altersvorsorge (baV)

Antrag auf Übernahme einer Entgeltumwandlung in die Lohnabrechnung. Sie tragen Firmennummer und Personalnummer ein, dazu die Vertragsdaten – oder Sie laden den Vertrag hoch und lassen die Angaben automatisch auslesen.

Der baV-Antrag mit Upload-Assistent und Beträgen
Der baV-Antrag mit Upload-Assistent und Beträgen
FeldBedeutung
baV-UnternehmenVersicherer bzw. Versorgungsträger
Durchführung aberster Abrechnungsmonat der Umwandlung
Vertragsnummer / Vertragsartz. B. Direktversicherung, Pensionskasse
Gesamtumwandlungsbetragmonatlicher Betrag; Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil werden getrennt ausgewiesen, der Arbeitnehmeranteil rechnet sich automatisch

Am Ende wählen Sie Als PDF herunterladen für Ihre Unterlagen oder Bei lohnConsult einreichen – dann liegt der Antrag direkt bei uns.

8Pfändungen & Reisekosten

Pfändungen Beta

Erreicht Sie ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, müssen Sie als Drittschuldner innerhalb von zwei Wochen erklären, ob und in welcher Höhe Sie zahlen. Das Formular erstellt diese Drittschuldnererklärung nach § 840 ZPO.

Drittschuldnererklärung: Beschlussdaten, Beteiligte und die gepfändete Forderung
Drittschuldnererklärung: Beschlussdaten, Beteiligte und die gepfändete Forderung
  1. Beschluss hochladen – die Angaben werden erkannt und vorgeschlagen – oder direkt eintippen.
  2. Aktenzeichen, Vollstreckungsgericht, Datum des Beschlusses und Zustelldatum erfassen.
  3. Firmennummer und Personalnummer des betroffenen Mitarbeiters ergänzen.
  4. Angaben zum Arbeitsverhältnis und zu vorrangigen Pfändungen vervollständigen.
  5. Als PDF herunterladen und fristgerecht an den Gläubiger senden – oder bei uns einreichen.
AchtungDie Zwei-Wochen-Frist läuft ab Zustellung des Beschlusses. Reagieren Sie nicht, haften Sie dem Gläubiger für den entstandenen Schaden.

Reisekostenabrechnung

Das Formular für Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten ist öffentlich – Sie können den Link an Ihre Mitarbeitenden weitergeben. Erfasst werden Reisende, Anlass, Reisebeginn und -ende, Ziel, Verkehrsmittel und gefahrene Kilometer; Verpflegungspauschalen und Kilometersatz rechnet das Formular selbst. Ergebnis: eine PDF-Abrechnung zum Unterschreiben oder die direkte Einreichung bei uns.

Teil 4

Berechnungen

Sachbezüge, Mutterschaftsgeld, Firmenwagen, Entgeltoptimierung und die Produktivitätsrechnung.

9Kost – Sachbezüge Verpflegung

Stellt Ihr Betrieb Frühstück oder Mittagessen, ist das ein geldwerter Vorteil und muss monatlich in die Abrechnung. Kost ersetzt die Zettelwirtschaft: Sie tragen je Mitarbeiter die Anzahl der Mahlzeiten ein, den Euro-Betrag rechnet die App mit den amtlichen Sachbezugswerten.

Kost: Abrechnungsmonat wählen, darunter die Mitarbeiterliste
Kost: Abrechnungsmonat wählen, darunter die Mitarbeiterliste

Wann brauche ich das?

  • Ihr Betrieb stellt Mahlzeiten – Kantine, Personalessen, Frühstück.
  • Sie führen bisher eine Strichliste auf Papier.
  • Sie brauchen monatlich eine nachvollziehbare Aufstellung für die Prüfung.
  • Die Mitarbeiterliste soll aktuell aus dem LohnManager kommen.
Gut zu wissenBeim Öffnen und bei jedem Monatswechsel lädt die App die Mitarbeiter des Abrechnungsmonats automatisch. Ein Fortschrittsbalken zeigt den Stand, neue Mitarbeiter werden farbig hervorgehoben.

9Monat wählen & erfassen

Schritt 1 · Monat wählen

  1. Ampelpunkt oben prüfen: grün = angemeldet, rot = über ↻ Neu anmelden neu anmelden.
  2. Die Firmennummer steht fest – sie kommt aus Ihrer Anmeldung.
  3. Abrechnungsmonat wählen: ein Monat im Voraus bis 26 Monate zurück. Bereits gespeicherte Monate sind mit einem Häkchen markiert.
  4. Warten, bis die Mitarbeiterliste geladen ist – oder ↻ Mitarbeiter aus LohnManager laden drücken.

Schritt 2 · Mahlzeiten erfassen

Die Mitarbeiterliste mit Anzahl, Kennzeichen M und automatisch berechnetem Betrag
Die Mitarbeiterliste mit Anzahl, Kennzeichen M und automatisch berechnetem Betrag
  • In der Spalte Anzahl die Zahl der Mahlzeiten im Monat eintragen (0–99). Der Betrag rechnet sich sofort: Anzahl × Kalendertagwert.
  • Häkchen M setzen, wenn die Verpflegung den ganzen Monat gestellt wurde – dann gilt der amtliche Monatswert und das Anzahlfeld wird gesperrt. M gibt es getrennt für Frühstück und Mittagessen.
  • Vormonat übernehmen spart Tipparbeit, Anzahlen leeren setzt den Monat zurück.
  • + Mitarbeiter ergänzt jemanden, der (noch) nicht im LohnManager steht.

9Strichliste hochladen

Sie führen die Mahlzeiten auf Papier? Dann fotografieren Sie das Blatt und lassen es auslesen.

Karte 3: handschriftliche Strichliste als Foto, Scan oder PDF hochladen
Karte 3: handschriftliche Strichliste als Foto, Scan oder PDF hochladen
  1. Blatt als PDF, JPG oder PNG in die Dropzone ziehen (max. 15 MB).
  2. Warten, bis die Auswertung fertig ist – es erscheint eine Kontrolltabelle.
  3. Zuordnung prüfen: Namen werden automatisch Ihren Mitarbeitern zugeordnet. Bei Unsicherheit steht „ähnlich“, ohne Treffer „kein Treffer“ – korrigieren Sie über das Auswahlfeld.
  4. Anzahlen kontrollieren. Der Hinweis zeigt, was erkannt wurde (z. B. „4 senkrechte + 1 Durchstreichung“).
  5. Zeilen anhaken und Ausgewählte übernehmen – oder Verwerfen.
AchtungDie automatische Zählung ist ein Vorschlag. Prüfen Sie jede Zeile, bevor Sie übernehmen – „Ausgewählte übernehmen“ ersetzt vorhandene Anzahlen und setzt gesetzte M-Häkchen zurück.
Gut zu wissenErkanntes Abendessen wird nicht übernommen – die App kennt nur Frühstück und Mittagessen. Die Zahl steht im Hinweis, damit sie nicht verloren geht. Das hochgeladene Blatt wird nicht gespeichert.

9Behandlung & Sachbezugswerte

Register 2 · Behandlung in der Abrechnung

Einmalig legen Sie fest, wie die Sachbezüge abgerechnet werden. Die Auswahl gilt für alle Mitarbeiter Ihrer Firma und wird sofort gespeichert.

VarianteWirkungLohnart
NettoabzugWert wird vom Nettolohn abgezogen – keine Steuer, keine Beiträge481
Geldwerter Vorteil, individuell versteuerterhöht das Brutto, Versteuerung nach ELStAM, sozialversicherungspflichtigfrei
Geldwerter Vorteil, pauschal versteuert25 % Pauschalsteuer nach § 40 Abs. 2 EStG, dadurch beitragsfrei152
Register 2 mit den amtlichen Sachbezugswerten je Jahr
Register 2 mit den amtlichen Sachbezugswerten je Jahr

Amtliche Sachbezugswerte nach § 2 SvEV

JahrFrühstück Monat / TagMittagessen Monat / Taggesamt (Monat)
202465,00 € / 2,17 €124,00 € / 4,13 €313,00 €
202569,00 € / 2,30 €132,00 € / 4,40 €333,00 €
202671,00 € / 2,37 €137,00 € / 4,57 €345,00 €

Der Kalendertagwert ist der Monatswert geteilt durch 30. Beispiele 2026: 10 × Frühstück = 23,70 € · 12 × Mittagessen = 54,84 € · ganzer Monat Mittagessen = 137,00 €.

9Speichern, Excel & Übermittlung

Schritt 4 · Speichern und übermitteln

KnopfWas passiert
Speichernsichert den Monat; die Liste ist jederzeit wieder aufrufbar
Übersicht als ExcelDatei Kost_<Firma>_<Jahr-Monat>.xlsx für Ihre Ablage – inklusive Spalte „Behandlung“
Lohndaten-ExportImportdatei im LohnManager-Format, eine Zeile je Mitarbeiter; Mitarbeiter mit Betrag 0 werden nicht exportiert
An lohnConsult übermittelnspeichert und schickt die Aufstellung mit beiden Dateien an uns

Stolperfallen

  • Erst der Monat, dann die Zahlen – beim Monatswechsel wird die Liste neu geladen.
  • Der Abruf ergänzt nur. Vorhandene Zahlen bleiben stehen, es wird nie etwas gelöscht – auch nicht bei ausgetretenen Mitarbeitern. Diese bei Bedarf selbst auf 0 setzen.
  • Häkchen M sticht die Anzahl. Für tageweise Abrechnung das Häkchen entfernen.
  • Doppelte Personalnummern werden gemeldet – bitte korrigieren.
  • Erst Behandlung wählen, dann exportieren – ohne Auswahl bricht der Lohndaten-Export ab.
  • Speichern nicht vergessen. Bei ungespeicherten Änderungen fragt die App beim Verlassen nach.
Praxis-TippZahlt der Mitarbeiter etwas zu den Mahlzeiten dazu, mindert das den geldwerten Vorteil. Dafür gibt es derzeit keine eigene Spalte – vermerken Sie es bei der Übermittlung oder sprechen Sie uns an.

10AbschlagsManager

Viele Betriebe zahlen ihren Mitarbeitern Mitte des Monats einen festen Abschlag und rechnen erst am Monatsende genau ab. Der AbschlagsManager verwaltet diese Vorauszahlungen: Betrag einmal festlegen, monatlich prüfen, in einem Zug überweisen – und am Ende steht der Abzug in der Abrechnung.

AbschlagsManager: Abschläge des Monats mit Summen und Ausgabe
AbschlagsManager: Abschläge des Monats mit Summen und Ausgabe

Wann brauche ich das?

  • Ihre Mitarbeiter bekommen regelmäßig einen Abschlag oder Vorschuss.
  • Sie tippen die Überweisungen bisher einzeln ins Online-Banking.
  • Der Abzug in der Abrechnung soll ohne Nachfragen beim Lohnbüro ankommen.
  • Sie wollen nachvollziehen können, wer wann wie viel bekommen hat.
Der GrundgedankeDer Grundbetrag gilt dauerhaft und wird einmal festgelegt. Der Betrag dieses Monats kommt daraus – lässt sich aber für einen einzelnen Monat abweichend setzen oder ganz aussetzen, ohne den Grundbetrag zu ändern. Der Normalfall ist damit ein Klick, der Sonderfall bleibt möglich.

10Grundbeträge & Bankverbindungen

In Register 2 stehen die dauerhaften Angaben: wer bekommt regelmäßig einen Abschlag, wie hoch ist er, und auf welches Konto geht er.

Register 2: Grundbeträge, IBAN und Bankverbindungen je Mitarbeiter
Register 2: Grundbeträge, IBAN und Bankverbindungen je Mitarbeiter
  1. Mitarbeiter laden. Die Liste kommt aus dem LohnManager – alle mit Abrechnung im gewählten Monat.
  2. Bankverbindungen holen. Die App liest IBAN, BIC und Kontoinhaber aus den Stammdaten. Was sie nicht findet, tragen Sie von Hand ein.
  3. Grundbetrag eintragen. Ein Häkchen „Aktiv“ steuert, wer überhaupt einen Abschlag bekommt.
  4. Speichern. Ab jetzt ist jeder neue Monat vorbelegt.
IBAN wird geprüftJede IBAN wird beim Tippen gegen die Prüfziffer gerechnet. Stimmt sie nicht, färbt sich das Feld rot – und die Zeile bleibt beim Erzeugen der Überweisungsdatei außen vor. Lieber eine Zahlung weniger als eine auf ein falsches Konto.

10Überweisen, exportieren, übertragen

Ist der Monat geprüft, gibt es drei Wege hinaus – Sie brauchen nicht alle.

Die Ausgabe: SEPA-Datei, Excel-Übersicht und Lohndaten-Export
Die Ausgabe: SEPA-Datei, Excel-Übersicht und Lohndaten-Export
AusgabeWofür
SEPA-ÜberweisungEine XML-Datei für das Online-Banking – alle Abschläge des Monats als Sammelbuchung. Das Ausführungsdatum wählen Sie selbst; liegt es auf einem Wochenende oder Feiertag, weist die App darauf hin und schlägt den nächsten Bankarbeitstag vor.
Excel-ÜbersichtAlle Zeilen mit Beträgen, IBAN und Status – zum Ablegen oder Prüfen.
Lohndaten-ExportImportdatei für den LohnManager mit der hinterlegten Lohnart – damit der gezahlte Abschlag in der Abrechnung wieder abgezogen wird.

Direkt in den LohnManager

Statt der Excel-Datei kann die App den Abschlag auch unmittelbar als Lohnbestandteil in die Stammdaten Ihrer Mitarbeiter schreiben: Start- und Endmonat sind der Abrechnungsmonat, das Kennzeichen „kürzbar“ steht auf Nein. Vor dem echten Übertrag gibt es einen Trockenlauf, der nur anzeigt, was passieren würde.

Doppelte Einträge ausgeschlossenGibt es für den Monat schon einen Abschlag, wird sein Betrag geändert statt ein zweiter angelegt. Jeder Eintrag wird nach dem Speichern noch einmal gelesen und mit dem Sollwert verglichen – gelöscht wird nie.
Erst prüfen, dann zahlenDie erzeugte SEPA-Datei wird im Online-Banking nur eingelesen – freigeben müssen Sie sie dort selbst. Prüfen Sie beim ersten Mal Summe und Empfänger, bevor Sie freigeben.

11LohnbestandteilManager

Weihnachtsgeld für alle, Urlaubsgeld, eine Prämie, eine laufende Zulage: Immer dann, wenn viele Mitarbeiter dieselbe Zahlungsart mit unterschiedlichen Beträgen bekommen, nimmt Ihnen diese App das Abtippen ab. Am Ende stehen die Beträge als Lohnbestandteil im LohnManager.

Vorgang anlegen: Bezeichnung, Zeitraum, kürzbar und Lohnart
Vorgang anlegen: Bezeichnung, Zeitraum, kürzbar und Lohnart

Was ist ein „Vorgang“?

Ein Vorgang ist eine Sammelaktion – zum Beispiel „Weihnachtsgeld 2026“. Er besteht aus einer Bezeichnung, der Lohnart, dem Zeitraum (Start- und Endmonat; leer heißt unbefristet), dem Kennzeichen kürzbar und einer Zeile je Mitarbeiter mit Betrag. Vorgänge werden gespeichert und lassen sich im nächsten Jahr kopieren.

Die vier Schaltflächen über den Feldern sind Vorlagen: Weihnachtsgeld setzt Dezember als Start- und Endmonat und „nicht kürzbar“, Laufende Zulage setzt den laufenden Monat ohne Ende und „kürzbar“. Alles bleibt danach änderbar.

Lohnart kommt aus Ihrem LohnManagerDie Nummern der Lohnarten sind je Firma verschieden. Deshalb holt die App die Auswahlliste direkt aus Ihrem LohnManager, statt sie fest vorzugeben – ein Klick auf „Lohnarten laden“ genügt.

11Beträge: Excel, Dokument oder von Hand

Drei Wege führen zum Ziel, und Sie dürfen sie mischen. Was Sie zuletzt übernehmen, gilt.

Die drei Erfassungswege: Excel, Dokument und manuelle Eingabe
Die drei Erfassungswege: Excel, Dokument und manuelle Eingabe
  1. Aus Excel übernehmen. Laden Sie eine Datei mit Personalnummer oder Name und einer Betragsspalte hoch. Die App schlägt Tabellenblatt und Spalten vor. Über „Mustertabelle“ bekommen Sie eine vorbefüllte Datei mit allen Mitarbeitern zum Ausfüllen.
  2. Aus einem Dokument lesen. PDF, Foto oder Bildschirmfoto hochladen – die Texterkennung liest Namen und Beträge heraus. Das Dokument wird dabei nur gelesen, nicht gespeichert.
  3. Von Hand eintragen. Direkt in der Liste tippen oder allen auf einen Schlag denselben Betrag geben.
Die Liste mit Beträgen, Herkunft und Kennzahlen
Die Liste mit Beträgen, Herkunft und Kennzahlen
Immer erst prüfenExcel-Import und Texterkennung erzeugen Vorschläge. Jede Zeile zeigt, welchem Mitarbeiter sie zugeordnet wurde – über Personalnummer, über den Namen oder „kein Treffer“. Erst Ihr Häkchen übernimmt den Betrag. In der Liste sehen Sie später an jeder Zeile, woher der Betrag stammt.

11Prüfen und anlegen

Register 2 legt die Lohnbestandteile an – erst nach einem Trockenlauf, wenn Sie mögen.

Übertrag mit Trockenlauf und Ergebnis je Mitarbeiter
Übertrag mit Trockenlauf und Ergebnis je Mitarbeiter
  • Trockenlauf zeigt Zeile für Zeile, was passieren würde – geschrieben wird nichts.
  • Anlegen schreibt die Lohnbestandteile mit dem gewählten Zeitraum und dem Kennzeichen „kürzbar“.
  • Gibt es für denselben Startmonat und dieselbe Lohnart schon einen Eintrag, wird sein Betrag geändert – es entsteht kein zweiter.
  • Nach jedem Schreiben liest die App den Wert erneut und vergleicht ihn. Nur dann meldet sie „in Ordnung“.
Gelöscht wird nieNehmen Sie nachträglich bei einem Mitarbeiter das Häkchen weg, bleibt ein bereits übertragener Lohnbestandteil im LohnManager stehen. Er muss dort von Hand entfernt werden.

12Mutterschaftsgeld-Rechner

Der Rechner ermittelt die Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz und den Zuschuss, den Sie als Arbeitgeber zum Mutterschaftsgeld zahlen.

Schritt 1: Entbindungstermin eingeben und die Schutzfrist nach der Entbindung wählen
Schritt 1: Entbindungstermin eingeben und die Schutzfrist nach der Entbindung wählen
  1. Voraussichtlichen Entbindungstermin eingeben (TT.MM.JJJJ oder über den Kalender).
  2. Schutzfrist nach der Entbindung wählen: 8 Wochen im Regelfall, 12 Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten sowie bei Behinderung des Kindes.
  3. Schutzfrist berechnen – Beginn, Ende und Gesamtdauer erscheinen.
  4. Die drei Nettolöhne der letzten abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist eintragen oder per LohnManager-Login abrufen lassen.
  5. Den ausgewiesenen kalendertäglichen Zuschuss und die Gesamtsumme übernehmen.
GrößeRegel
Schutzfrist vor der Entbindung6 Wochen (42 Tage) vor dem voraussichtlichen Termin
Schutzfrist nach der Entbindung8 Wochen, bei Früh-/Mehrlingsgeburt oder Behinderung 12 Wochen
Zuschussdurchschnittliches Nettoentgelt der letzten 3 abgerechneten Monate ÷ 30 − 13,00 € je Kalendertag
Rechtsgrundlage§ 20 MuSchG · § 24i SGB V

12Ergebnis richtig lesen

Ergebnis: Fristen, kalendertäglicher Zuschuss und Gesamtsumme
Ergebnis: Fristen, kalendertäglicher Zuschuss und Gesamtsumme

So lesen Sie das Ergebnis

  • Schutzfristbeginn und -ende mit der Gesamtzahl der Tage – Grundlage für die Abrechnung.
  • Kalendertäglicher Zuschuss: Der Betrag, den Sie zusätzlich zum Mutterschaftsgeld der Krankenkasse (13 € je Kalendertag) zahlen.
  • Summe: Zuschuss × Kalendertage der Schutzfrist.
Gut zu wissenVerschiebt sich der Entbindungstermin, ändert sich nur das Ende der Schutzfrist: Die Zeit, die vor der Geburt „zu viel“ oder „zu wenig“ genommen wurde, wird hinten angehängt bzw. abgezogen. Rechnen Sie in diesem Fall mit dem tatsächlichen Geburtsdatum neu.
AchtungDer Zuschuss ist steuer- und beitragsfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung – die endgültige Abrechnung erstellen wir.
Praxis-TippMelden Sie uns eine Schwangerschaft frühzeitig. Beschäftigungsverbote, Umlage U2 und die Erstattung laufen sonst zeitversetzt und müssen nachträglich korrigiert werden.

13Firmenwagen-Rechner

Wie viel geldwerter Vorteil entsteht durch einen Dienstwagen? Der Rechner beantwortet das für Verbrenner, Elektro- und Hybridfahrzeuge nach der 1-%-Methode – und gibt das Ergebnis gleich in den Lohnarten aus, mit denen wir es abrechnen.

Verbrenner mit 43.840 € Bruttolistenpreis und 20 km Arbeitsweg – 700,80 € geldwerter Vorteil im Monat
Verbrenner mit 43.840 € Bruttolistenpreis und 20 km Arbeitsweg – 700,80 € geldwerter Vorteil im Monat
  1. Firmennummer und Personalnummer eintragen – beide sind freiwillig, erleichtern uns aber die Zuordnung beim Excel-Versand.
  2. Antriebsart wählen: Verbrenner, Elektro oder Hybrid. Je nach Wahl blendet der Rechner die Felder ein, die er dafür braucht.
  3. Bruttolistenpreis eintragen – der inländische Listenpreis bei Erstzulassung, inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer.
  4. Alternativ den Kauf- oder Leasingvertrag hochladen: PayrollKI liest den Bruttolistenpreis aus dem Dokument aus und trägt ihn ein.
  5. Entfernung Wohnung – erste Tätigkeitsstätte in Kilometern angeben (einfache Strecke, wird auf ganze Kilometer abgerundet).
  6. Das Ergebnis rechts aktualisiert sich bei jeder Eingabe – ein Knopf zum Rechnen ist nicht nötig.

Welcher Prozentsatz gilt?

Der Rechner ermittelt zuerst die Bemessungsgrundlage: bei begünstigten Fahrzeugen nur die Hälfte oder ein Viertel des Bruttolistenpreises, jeweils auf volle 100 € abgerundet. Davon zählt dann 1 % je Monat.

FahrzeugBemessungsgrundlageVoraussetzung
Verbrennervoller Bruttolistenpreis
Elektroein ViertelAnschaffung bis 2023: Bruttolistenpreis bis 60.000 €
Anschaffung 01.01.2024 – 30.06.2025: bis 70.000 €
Anschaffung ab 01.07.2025: bis 100.000 €
Elektro darüberdie HälfteBruttolistenpreis oberhalb der jeweiligen Grenze
Hybriddie HälfteCO₂-Ausstoß bis 50 g/km – oder
elektrische Mindestreichweite: 40 km (2019–2021), 60 km (2022–2024), 80 km (ab 2025)
Hybrid ohne beidesvoller Bruttolistenpreisweder CO₂-Grenze noch Reichweite erfüllt
Gut zu wissenBeim Hybrid fragt der Rechner nach Anschaffungszeitraum, CO₂-Ausstoß und elektrischer Reichweite. Sind CO₂ und Reichweite beide unbekannt, rechnet er bewusst nicht weiter, sondern meldet „Angaben unvollständig“ – lieber keine Zahl als eine falsche.

Für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kommen 0,03 % der Bemessungsgrundlage je Entfernungskilometer hinzu. Der ermäßigte Ansatz wirkt sich also doppelt aus: auf die Privatnutzung und auf den Arbeitsweg.

13Lohnarten, Umsatzsteuer & Praxis

Elektro ab 07/2025: nur ein Viertel der Bemessungsgrundlage – die Umsatzsteuer bleibt über Lohnart 353 beim vollen Listenpreis
Elektro ab 07/2025: nur ein Viertel der Bemessungsgrundlage – die Umsatzsteuer bleibt über Lohnart 353 beim vollen Listenpreis

Die Ergebniskarte ist bewusst so aufgebaut, wie der Vorgang später in der Abrechnung steht. Jede Zeile trägt ihre Lohnart – Sie können das Ergebnis eins zu eins übernehmen.

LohnartZeileBedeutung
53Sachbezug Privatnutzung1 % der Bemessungsgrundlage je Monat
107Fahrten Wohnung–Arbeit0,03 % der Bemessungsgrundlage je Entfernungskilometer
Summe geldwerter Vorteillohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig
353ePKW USt-Korrekturnur bei begünstigten Fahrzeugen – siehe unten

Warum es bei Elektro eine Umsatzsteuer-Korrektur gibt

Die reduzierte Bemessungsgrundlage ist eine lohnsteuerliche Begünstigung. Für die Umsatzsteuer gilt sie nicht: Dort ist immer der volle Bruttolistenpreis maßgeblich. Beide Werte laufen deshalb auseinander, und die Differenz wird über Lohnart 353 nachgezogen.

Im Beispiel oben: 55.000 € Bruttolistenpreis, Anschaffung ab Juli 2025, 20 km Arbeitsweg.

Rechenweglohnsteuerlich (¼)umsatzsteuerlich (voll)
Bemessungsgrundlage13.700,00 €55.000,00 €
1 % Privatnutzung137,00 €550,00 €
0,03 % × 20 km82,20 €330,00 €
Summe219,20 €880,00 €
Differenz = Lohnart 353660,80 €

Beim Verbrenner sind beide Wege identisch – die Lohnart 353 steht dann folgerichtig bei 0,00 €.

Was Sie im Blick behalten sollten

  • Bruttolistenpreis, nicht Kaufpreis: Rabatte, Gebrauchtwagenpreise und Leasingraten spielen keine Rolle. Maßgeblich ist der inländische Listenpreis bei Erstzulassung plus Sonderausstattung.
  • Auf volle 100 € abgerundet: Der Rechner rundet die Bemessungsgrundlage ab – aus 43.840 € werden 43.800 €. Das ist kein Rundungsfehler, sondern so vorgesehen.
  • Zuzahlungen des Mitarbeiters mindern den geldwerten Vorteil – zeitanteilig oder als Einmalzahlung. Bitte separat melden, der Rechner bildet sie nicht ab.
  • Fahrtenbuch statt 1-%-Methode: Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch kann günstiger sein, muss aber lückenlos geführt werden. Die Methode ist pro Fahrzeug und Kalenderjahr einheitlich zu wählen.
  • Preisgrenze am Anschaffungsdatum: Entscheidend ist, wann das Fahrzeug angeschafft bzw. erstzugelassen wurde – nicht, wann es dem Mitarbeiter überlassen wird.

Über Per Excel an lohnConsult senden übermitteln Sie die Fahrzeugdaten direkt an uns – mit Firmen- und Personalnummer landet der Vorgang gleich am richtigen Mitarbeiter. Drucken / PDF erzeugt einen Beleg für die Personalakte.

AchtungDer geldwerte Vorteil entsteht auch dann, wenn das Fahrzeug tatsächlich kaum privat genutzt wird. Ein Privatnutzungsverbot muss schriftlich vereinbart und überwacht werden.

14Entgeltoptimierung

Der Erfassungsbogen sammelt in fünf Schritten alle Daten, die für eine echte Nettolohnberechnung nötig sind – und zeigt anschließend, welche steuerfreien oder pauschal besteuerten Bausteine sich lohnen würden.

Schritt 1 von 6: Beschäftigung und Steuerdaten
Schritt 1 von 6: Beschäftigung und Steuerdaten

Die sechs Schritte

SchrittInhalt
1 Beschäftigung & SteuerArbeitgeber, Name, Ziel-Nettolohn oder Brutto-Stundenlohn, Wochenarbeitszeit, Steuerklasse, Kinderfreibetrag, Konfession
2 Sozialversicherung & KinderKrankenkasse, Zusatzbeitrag, Kinder für die Pflegeversicherung
3 ArbeitszeitMonatsstunden, Zuschlagszeiten für Sonntag, Feiertag, Nacht
4 Weitere AngabenFahrtstrecke, Verpflegung, Kinderbetreuung, weitere Bausteine
5 Übersichtalle Eingaben zur Kontrolle
6 AuswertungNettolohn, Arbeitgeberkosten und Optimierungspotenzial
Gut zu wissenDer Bogen ist so aufgebaut, dass ihn überwiegend der Arbeitnehmer selbst ausfüllen kann. Sie können ihn als leeres PDF ausdrucken und ausgefüllt zurückgeben lassen.

14Auswertung & Bausteine

Der Assistent führt durch die Schritte – oben sehen Sie jederzeit, wo Sie stehen
Der Assistent führt durch die Schritte – oben sehen Sie jederzeit, wo Sie stehen

Typische Optimierungsbausteine

  • Fahrtkostenzuschuss und Jobticket
  • Sachbezug bis zur monatlichen Freigrenze
  • Kindergartenzuschuss
  • Erholungsbeihilfe
  • Verpflegungszuschuss / Essensmarken
  • Internetpauschale
  • Werkzeuggeld
  • betriebliche Altersvorsorge

Für jeden Baustein zeigt die Auswertung, was er den Arbeitnehmer netto bringt und was er den Arbeitgeber kostet. So sehen Sie, ob eine Gehaltserhöhung oder ein Baustein die bessere Wirkung hat.

AchtungOptimierungsbausteine haben Voraussetzungen – Zusätzlichkeitserfordernis, Nachweise, Freigrenzen. Setzen Sie sie erst nach Rücksprache mit uns in der Abrechnung um; die App ist die Vorstufe, nicht die Entscheidung.
Praxis-TippRechnen Sie zwei Varianten und drucken Sie beide als PDF. Im Gespräch mit dem Mitarbeiter wirkt der Vergleich „100 € brutto mehr“ gegen „50 € Baustein“ oft überzeugender als jede Erklärung.

14Der Weg zum Ziel-Nettolohn

Die Auswertung rechnet nicht ungefähr. Sie trifft den Ziel-Nettolohn aus Schritt 1 auf den Cent – entweder, indem sie die Bausteine passend zurückschneidet, oder indem sie die verbleibende Lücke mit Lohnart 11 schließt. Dieses Kapitel zeigt, wie das im Einzelnen abläuft.

1 · Ziel-Nettolohn Vorgabe aus Schritt 1 der einzige freie Wert 2 · Mindestlohn-Brutto Wochenstunden × 4,33 × 13,90 € → Lohnart 10 3 · Mindestlohn-Netto Steuer und Beiträge ab Übergangsbereich beachtet 4 · Bausteine SFN, Gutschein, Internet, Ticket, Fahrtkosten … Vergleich: Mindestlohn-Netto + Bausteine gegen Ziel-Nettolohn Die Differenz entscheidet, was als Nächstes passiert Es fehlt etwas — auffüllen Lohnart 11 · Steuerpflichtiger Nettolohn Die Differenz wird auf den Cent netto ausgezahlt. Lohnart 99 · Auffüllbrutto Lohnart 11 auf Brutto hochgerechnet — nachrichtlich. Gehalt für den Arbeitsvertrag Lohnart 10 + Lohnart 99. Diese Zahl gehört in den Vertrag. Es ist zu viel — kürzen Anteilig, immer in dieser Reihenfolge: 1. Internetpauschale 2. Gutschein / Sachzuwendung 3. SFN-Zuschlag Kindergartenzuschuss, Jobticket, Fahrtkosten und ein von Hand gesetzter SFN-Zuschlag bleiben unangetastet. Auszahlungsbetrag = Ziel-Nettolohn auf den Cent genau — in jedem der beiden Wege
Der Rechenweg im Überblick: vier Ausgangsgrößen, ein Vergleich, zwei mögliche Wege – ein Ergebnis.

Schritt 1 · Der Ziel-Nettolohn und das Mindestlohn-Brutto

Der Ziel-Nettolohn ist die einzige Zahl, die Sie frei setzen. Alles andere leitet die App daraus und aus der Arbeitszeit ab. Zuerst entsteht die Untergrenze, unter die kein Gehalt fallen darf:

RechenschrittFormelBeispiel 31 Std./Woche
MonatsarbeitszeitWochenstunden × 4,33134,20 Std.
Mindest-BruttolohnMonatsstunden × 13,90 €1.865,80 €

Dieser Betrag erscheint in der Musterabrechnung als Lohnart 10 – Gehalt (Mindest-Brutto). Er ist der gesetzlich geschuldete Lohn für die geleistete Arbeitszeit; jede Optimierung setzt darauf auf, niemals darunter.

Schritt 2 · Das Mindestlohn-Netto

Aus dem Mindest-Brutto rechnet die App ein echtes Netto – nicht überschlägig, sondern mit demselben Weg wie die Abrechnung selbst:

  • Lohnsteuer nach Steuerklasse, Kinderfreibetrag und Konfession, inklusive Solidaritätszuschlag, sobald die Freigrenze überschritten wird.
  • Vorsorgepauschale nach den Regeln 2026: Die Mindestvorsorgepauschale ist entfallen; dafür gibt es einen neuen Teilbetrag für die Arbeitslosenversicherung (1,3 % Arbeitnehmeranteil), der nur zählt, soweit er zusammen mit Kranken- und Pflegeversicherung 1.900 € im Jahr nicht übersteigt.
  • Sozialversicherung mit dem Zusatzbeitrag der gewählten Kasse und dem Zuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung.
  • Übergangsbereich: Liegt das Brutto zwischen 603,01 € und 2.000,00 €, sind die Arbeitnehmerbeiträge reduziert. Die App weist dann in der linken Spalte ein eigenes SV-Brutto (Übergangsbereich) aus – steuerlich gilt trotzdem das volle Entgelt.

Das Ergebnis ist der Nettolohn, der ohne jede Optimierung ankommt. Er steht in der rechten Spalte der Musterabrechnung als Nettolohn.

Schritt 3 · Die Bausteine und der SFN-Vorschlag

Aus Ihren Angaben in den Schritten 2 bis 4 stellt die App die theoretisch verfügbaren Bausteine zusammen. Jeder trägt seine eigene Lohnart und seine Rechtsgrundlage:

LohnartBausteinGrundlage / Höhe
80SFN-Zuschlag§ 3b EStG – minutengenau aus dem Zeitprofil, am Schieberegler anpassbar
44Sachzuwendung / Gutschein§ 8 Abs. 2 EStG – 50-€-Freigrenze
151Internetpauschalepauschal versteuerbar mit 25 %
102Kindergartenzuschuss§ 3 Nr. 33 EStG – steuer- und beitragsfrei
45Deutschlandticket / Jobticket§ 3 Nr. 15 EStG – steuerfrei
46Fahrtkostenzuschuss PKWEntfernung × 0,38 € × 15 Arbeitstage
47Fahrtkostenzuschuss ÖPNVtatsächliche monatliche Kosten

Der Vorschlag für den SFN-Zuschlag entsteht aus dem Zeitprofil in Schritt 3. Die App geht den Wochenplan minutengenau durch und ordnet jeder Minute den Satz zu, der ihr nach § 3b EStG zusteht:

SatzZeitraumFundstelle
25 %Nachtarbeit 20:00–06:00Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Satz 1
40 %Nachtarbeit 00:00–04:00, wenn die Schicht vor Mitternacht begonnen hat – tritt an die Stelle der 25 %Abs. 2 Satz 2
50 %Sonntagsarbeit 00:00–24:00; wurde die Arbeit am Sonntag aufgenommen, zählt auch Montag 0–4 Uhr noch als SonntagAbs. 1 Nr. 2, Abs. 3 Nr. 1

Nacht- und Sonntagszuschlag dürfen nebeneinander gezahlt werden, die Sätze werden deshalb addiert: eine Stunde Sonntagnacht um 22 Uhr ergibt 50 % + 25 % = 75 %. Bemessungsgrundlage ist der Grundlohn, in der App der Mindestlohn von 13,90 € je Stunde. Der Wochenwert wird mit 4,33 auf den Monat hochgerechnet, dann kommen 50,00 € Puffer obendrauf.

Die FormelSumme aller zuschlagsfähigen Stunden × 13,90 € × Satz, dann × 4,33, dann + 50,00 € = Vorschlag für Lohnart 80. Der Puffer steht vor allem für die Feiertagszuschläge (125 % bzw. 150 %), die sich aus einem reinen Wochenprofil nicht ableiten lassen.

Der Schieberegler für Lohnart 80

Der errechnete Betrag ist ein Vorschlag, kein Zwang. Unter den drei Stundenkacheln der Zuschlags-Analyse sitzt ein Schieberegler, dessen Startwert genau dieser Vorschlag ist. Sie ziehen ihn nach oben oder nach unten – etwa, weil das tatsächliche Zuschlagsvolumen abweicht oder weil im Gespräch eine runde Zahl gebraucht wird.

Zuschlags-Analyse mit Schieberegler, oben der berechnete Vorschlag, unten ein von Hand gesetzter Betrag
Oben: der Vorschlag aus dem Zeitprofil – 18,0 Std. zu 25 %, 16,0 Std. zu 40 % und 8,0 Std. zu 50 % ergeben 896,79 € im Monat, mit dem Puffer 946,79 €, gerundet 947,00 €. Die Rechenkette steht vollständig unter dem Regler.  Unten: derselbe Fall, nachdem der Regler von Hand auf 750,00 € gezogen wurde – der Vermerk „Von Hand gesetzt“ erscheint, daneben der Knopf ↺ Vorschlag, der den Ausgangswert zurückholt. Ab diesem Moment kürzt die Automatik den SFN-Zuschlag nicht mehr.
  • Unter dem Regler steht die vollständige Rechenkette: Stunden je Satz × 13,90 € × 4,33 + Puffer.
  • Sobald Sie gezogen haben, erscheint der Vermerk „Von Hand gesetzt" und daneben der Knopf ↺ Vorschlag, der den Ausgangswert zurückholt.
  • Ein von Hand gesetzter Betrag wird von der Automatik nicht mehr gekürzt. Liegt das Netto über dem Ziel, kürzt die App dann nur noch Internetpauschale und Gutschein; fehlt etwas, füllt sie über Lohnart 11 auf. Reicht das Kürzen nicht mehr, meldet sie offen „Ziel nicht erreichbar".
  • Ohne Nacht-, Sonntags- oder Feiertagsstunden im Zeitprofil bleibt der Regler ausgeblendet – dann gibt es keinen steuerfreien Zuschlag zu verteilen.
AchtungDer Puffer von 50,00 € hebt den Vorschlag bewusst über das Volumen, das sich aus dem Wochenprofil allein begründen lässt. Steuerfrei bleiben Zuschläge nur, soweit sie die Sätze des § 3b EStG auf den tatsächlich geleisteten Stunden nicht übersteigen. Prüfen Sie den Betrag, bevor er in einen Arbeitsvertrag wandert – erst recht, wenn Sie den Regler nach oben gezogen haben.

Schritt 4 · Der Vergleich – und das Auffüllen mit Lohnart 11

Jetzt stellt die App gegenüber: Mindestlohn-Netto + Summe aller Bausteine gegen den Ziel-Nettolohn. Aus der Differenz ergibt sich alles Weitere.

Bleibt die Summe unter dem Ziel, schließt die App die Lücke mit Lohnart 11 – Steuerpflichtiger Nettolohn. Das ist kein steuerfreier Zuschuss, sondern eine Nettolohnabrede: Der Arbeitnehmer bekommt den Betrag netto ausgezahlt, versteuert und verbeitragt wird er trotzdem – die Last trägt faktisch der Arbeitgeber. In der Bausteinliste erkennen Sie diese Zeile am Zahnrad-Symbol; sie wird von der Automatik gesetzt und lässt sich nicht von Hand entfernen.

Schritt 5 · Das Auffüllbrutto – Lohnart 99

Ein Nettobetrag allein hilft niemandem, der einen Arbeitsvertrag schreiben muss. Deshalb rechnet die App die Lohnart 11 zurück auf das Brutto, das nötig wäre, um genau diesen Nettobetrag zu erzeugen, und zeigt das Ergebnis als Lohnart 99 – Auffüllbrutto direkt unter der Lohnart 10.

Eine geschlossene Formel gibt es dafür nicht: Steuertarif, Beitragsbemessungsgrenzen und der Übergangsbereich wirken stufenweise. Die App nähert sich dem Wert deshalb iterativ an, bis er auf einen halben Cent genau stimmt. Als Faustzahl liegt das nötige Brutto beim 1,7- bis 1,9-fachen des Nettobetrags – in den Beispielen dieses Kapitels beim 1,96-fachen und beim 1,74-fachen.

ZeileBedeutung
Lohnart 10Mindest-Brutto aus Arbeitszeit × Mindestlohn – laufend, steuer- und beitragspflichtig (L / L)
Lohnart 99Auffüllbrutto aus Lohnart 11 – nachrichtlich (n / n)
Gehalt für den ArbeitsvertragSumme aus beiden – diese Zahl gehört in den Vertrag
Warum „n" statt „L"?Steuer und Sozialversicherung in der unteren Hälfte der Musterabrechnung sind aus dem Mindest-Brutto gerechnet. Das Auffüllbrutto ist nur die Umrechnung des Nettobetrags – würde man es zusätzlich in die Bemessung nehmen, wäre der Abzug doppelt. Die beiden Zeilen sind deshalb bewusst als nachrichtlich gekennzeichnet.

Der umgekehrte Fall · Kürzen statt Auffüllen

Liegt die Summe aus Netto und Bausteinen über dem Ziel, kürzt die App – anteilig und immer in derselben Reihenfolge. Ein Baustein fällt erst ganz weg, bevor der nächste angefasst wird:

  1. Internetpauschale (Lohnart 151)
  2. Gutschein / Sachzuwendung (Lohnart 44)
  3. SFN-Zuschlag (Lohnart 80) – nur, solange er nicht von Hand gesetzt wurde

Nicht angetastet werden die Bausteine, die an echten Aufwendungen hängen: Kindergartenzuschuss, Deutschlandticket und die Fahrtkostenzuschüsse. Sie lassen sich nicht kleinrechnen, ohne die Grundlage zu verlieren, auf der sie steuerfrei sind. Ebenso wenig angetastet wird ein SFN-Zuschlag, den Sie am Regler selbst eingestellt haben. Reicht auch das Kürzen nicht aus, meldet die App offen „Ziel nicht erreichbar" und nennt den Betrag, der übrig bleibt – dann hilft nur noch weniger Brutto oder ein höherer Zielwert.

Die Kennzahlen unter der Abrechnung

KennzahlSo wird gerechnet
OptimierungsgradSumme der steuerfreien Bausteine im Verhältnis zu 30 % des Ziel-Nettolohns. Die Auffüllung über Lohnart 11 zählt nicht mit – sie ist steuerpflichtiger Lohn, keine Optimierung.
Arbeitgeberkosten(Lohnart 10 + Auffüllbrutto) × 1,22 + steuerfreie Bausteine zum Nennwert
Jährliche ErsparnisSumme der Bausteine × 12 × 0,8 – eine Faustzahl, keine Spitzabrechnung
AchtungDer Faktor 1,22 ist eine Pauschale für Arbeitgeberanteile und Umlagen. Die Pauschalsteuer von 25 % auf die Internetpauschale ist darin nicht enthalten, ebenso wenig branchenspezifische Beiträge. Für eine belastbare Kalkulation sprechen Sie uns bitte an.

Automatik ausschalten

Über den Schalter Ziel-Netto-Lohn automatisch treffen geben Sie die Bausteine wieder frei. Dann starten Sie mit dem reinen Mindestlohn-Netto und ziehen die Kacheln einzeln per Drag & Drop in den Nettobezugsbereich – gut geeignet, um im Gespräch zu zeigen, was jeder einzelne Baustein bewirkt.

AchtungDie Nettolohnabrede über Lohnart 11 ist eine Vereinbarung mit Folgen: Der Arbeitgeber schuldet ein festes Netto und trägt jedes Risiko aus Steuerklassenwechsel, Zusatzbeitrag oder Beitragssatzänderung. Setzen Sie sie nicht ohne Rücksprache um – die App ist die Vorstufe, nicht die Entscheidung.

14Drei Beispiele

Dieselbe Mechanik, drei Ausgangslagen. Alle Zahlen stammen aus der App selbst und treffen den jeweiligen Ziel-Nettolohn auf den Cent.

Gemeinsame Rahmendaten

AngabeWert
SteuerklasseI, kein Kinderfreibetrag, keine Kirchensteuer
KrankenkasseAOK Baden-Württemberg, Zusatzbeitrag 2,90 %
Kindernein – daher Zuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung
Mindestlohn13,90 € je Stunde, Monatsfaktor 4,33

Beispiel 1 · Der Ziel-Nettolohn liegt höher – und die Bausteine reichen

AusgangslageWert
Wochenarbeitszeit31,00 Std.
ZeitprofilMo–Do 17–23 Uhr, So 16–23 Uhr
zuschlagsfähige Stunden25 %: 15,0 Std. · 50 %: 7,0 Std.
Ziel-Nettolohn1.700,00 €

Aus 31 Stunden werden 134,20 Monatsstunden und damit ein Mindest-Brutto von 1.865,80 €. Davon bleiben nach 63,58 € Steuer und 393,21 € Sozialversicherung 1.409,00 € netto. Bis zum Ziel fehlen also 291,00 €. Angeboten werden aber deutlich mehr Bausteine:

LohnartBausteinangebotennach Automatik
80SFN-Zuschlag Vorschlag aus dem Zeitprofil486,00 €291,00 €
44Sachzuwendung / Gutschein50,00 €gestrichen
151Internetpauschale30,00 €gestrichen
Summe566,00 €291,00 €

1.409,00 € + 566,00 € wären 1.975,00 € – also 275,00 € zu viel. Die App kürzt in der festen Reihenfolge: zuerst die Internetpauschale (30,00 €, ganz), dann den Gutschein (50,00 €, ganz), und die restlichen 195,00 € nimmt sie vom SFN-Zuschlag. Übrig bleiben 291,00 €, und der Auszahlungsbetrag steht exakt bei 1.700,00 €.

Der Regler wurde hier nicht angefasst. Hätten Sie die 486,00 € von Hand gesetzt, bliebe der SFN-Zuschlag unangetastet – dann liessen sich nur Internetpauschale und Gutschein streichen, und die App meldete für die verbleibenden 195,00 €, dass das Ziel nicht erreichbar ist.

Beispiel 1: Das Ziel wird allein durch Kürzen der Bausteine getroffen – keine Lohnart 11, kein Auffüllbrutto
Beispiel 1: Das Ziel wird allein durch Kürzen der Bausteine getroffen – keine Lohnart 11, kein Auffüllbrutto
  • Keine Lohnart 11, keine Lohnart 99. Es gibt nichts aufzufüllen, also bleibt die Bezügetabelle bei der einen Zeile Lohnart 10.
  • Arbeitgeberkosten 2.567,27 € im Monat, Optimierungsgrad 57 % (291,00 € von 510,00 €, also von 30 % des Ziel-Nettolohns).
  • Zum Vergleich: Dieselben 1.700 € netto ohne jeden Baustein bräuchten rund 515 € mehr Brutto und kosteten den Arbeitgeber etwa 337 € mehr im Monat.

Beispiel 2 · Der Ziel-Nettolohn liegt höher – und die Bausteine reichen nicht

Gleicher Mitarbeiter, gleiches Zeitprofil, gleiches Mindest-Brutto. Nur der Wunsch ist größer: 2.000,00 € netto.

Der SFN-Zuschlag bleibt bei 486,00 €: Er hängt am Zeitprofil, nicht am Zielwert, und wächst deshalb nicht mit. Gekürzt werden muss diesmal nichts – es fehlt sogar noch ein kleiner Rest:

PositionBetrag
Nettolohn aus dem Mindest-Brutto1.409,00 €
SFN-Zuschlag (Lohnart 80)+ 486,00 €
Sachzuwendung / Gutschein (Lohnart 44)+ 50,00 €
Internetpauschale (Lohnart 151)+ 30,00 €
Zwischensumme1.975,00 €
Steuerpflichtiger Nettolohn (Lohnart 11)+ 25,00 €
Auszahlungsbetrag2.000,00 €

Die fehlenden 25,00 € füllt die App über Lohnart 11 auf. Damit daraus ein Arbeitsvertrag werden kann, rechnet sie den Betrag auf das Brutto hoch, das ihn erzeugt: 48,88 €. Dieses Auffüllbrutto erscheint als Lohnart 99 unter der Lohnart 10, und darunter steht die Zahl, um die es am Ende geht:

LohnartBezeichnungBetrag
10Gehalt (Mindest-Brutto)1.865,80 €
99Auffüllbrutto aus Lohnart 1148,88 €
Gehalt für den Arbeitsvertrag1.914,68 €
Beispiel 2: Die Bausteine reichen nicht – Lohnart 11 füllt auf 2.000 € auf, Lohnart 99 zeigt das nötige Brutto
Beispiel 2: Die Bausteine reichen nicht – Lohnart 11 füllt auf 2.000 € auf, Lohnart 99 zeigt das nötige Brutto
  • Arbeitgeberkosten 2.901,91 €, Optimierungsgrad 94 % (566,00 € von 600,00 €).
  • Für 25,00 € netto braucht es 48,88 € brutto – Faktor 1,96. Das ist der Preis der Nettolohnabrede.
  • Die 25,00 € zählen bewusst nicht in den Optimierungsgrad: Sie sind steuerpflichtiger Lohn, keine Optimierung.

Beispiel 3 · Ohne Optimierungsbausteine

Der Gegenentwurf: Vollzeit, klassische Bürozeiten, keine Zuschläge, kein Gutschein, kein Internet, kein Arbeitsweg-Zuschuss. Ziel bleibt 2.000,00 € netto.

AusgangslageWert
Wochenarbeitszeit40,00 Std. (Mo–Fr 8–16 Uhr)
Monatsstunden / Mindest-Brutto173,20 Std. / 2.407,48 €
Nettolohn daraus1.715,35 €
Verfügbare Bausteinekeine

Ohne Bausteine gibt es nichts zu kürzen und nichts zu kombinieren – die gesamte Lücke von 284,65 € geht über Lohnart 11. Hochgerechnet sind das 496,35 € Auffüllbrutto, das Gehalt für den Arbeitsvertrag liegt bei 2.903,83 €. Der Optimierungsgrad steht folgerichtig bei 0 %.

Beispiel 3: Ohne Bausteine trägt Lohnart 11 die gesamte Differenz – der Optimierungsgrad bleibt bei 0 %
Beispiel 3: Ohne Bausteine trägt Lohnart 11 die gesamte Differenz – der Optimierungsgrad bleibt bei 0 %
Praxis-TippBeispiel 3 ist der ehrlichste Vergleichsmaßstab. Rechnen Sie es einmal mit und einmal ohne Bausteine und legen Sie beide Ausdrucke nebeneinander – der Unterschied in der Zeile Arbeitgeberkosten überzeugt im Gespräch schneller als jede Erklärung.

Was die drei Beispiele zeigen

Beispiel 2 und Beispiel 3 zielen auf denselben Nettolohn – 2.000,00 €. Beim einen kommen 566,00 € davon über steuerfreie Bausteine an, beim anderen nichts. Das verschiebt gleich zwei Zahlen: die, die in den Arbeitsvertrag gehört, und die, die den Arbeitgeber am Monatsende kostet:

Ziel: 2.000,00 € nettoBeispiel 2 (mit Bausteinen)Beispiel 3 (ohne)
Gehalt für den Arbeitsvertrag1.914,68 €2.903,83 €
Steuerfreie Bausteine566,00 €0,00 €
Arbeitgeberkosten je Monat2.901,91 €3.542,68 €
Unterschied640,77 € je Monat · 7.689,24 € im Jahr
  • Der Ziel-Nettolohn wird immer exakt getroffen – ob durch Kürzen (Beispiel 1), durch Kombination (Beispiel 2) oder allein durch Auffüllen (Beispiel 3).
  • Bausteine ersetzen Brutto. Je mehr Netto über steuerfreie Bausteine ankommt, desto weniger Auffüllbrutto ist nötig – und desto günstiger wird derselbe Nettolohn für den Arbeitgeber.
  • Lohnart 99 ist die Vertragszahl. In der Abrechnung taucht sie nur nachrichtlich auf; im Arbeitsvertrag steht die Summe aus Lohnart 10 und Lohnart 99.
AchtungAlle Beispiele sind mit Steuerklasse I und einem Zusatzbeitrag von 2,90 % gerechnet. Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinderfreibetrag und Kassenwahl verschieben die Ergebnisse zum Teil erheblich – rechnen Sie jeden Fall einzeln.

15PayrollProduktivität

Wie teuer ist ein Mitarbeiter wirklich? Die Auswertung holt die Personalkosten aus dem LohnManager und stellt sie je Mitarbeiter, Kostenstelle und Stunde gegenüber.

Auswertung starten: Zugangsdaten, Monat und Jahr
Auswertung starten: Zugangsdaten, Monat und Jahr
  1. Firmennummer und LohnManager-Kennwort eingeben.
  2. Monat und Jahr des gewünschten Abrechnungszeitraums wählen.
  3. Auswerten drücken – der Abruf dauert je nach Betriebsgröße einen Moment.
  4. Alternativ Beispiel ansehen: eine Musterfirma zum Kennenlernen der Auswertung.

Die Kennzahlen

KennzahlBedeutung
AG-KostenArbeitgeber-Gesamtkosten: Brutto plus Arbeitgeberanteile und Umlagen
AG-NebenkostenDifferenz zwischen AG-Kosten und Gesamtbrutto
FaktorAG-Kosten geteilt durch Nettolohn – der Lohnnebenkosten-Faktor
Ist-Std. / Krank-Std.geleistete Stunden bzw. Ausfallstunden durch Krankheit
ProduktivitätAnteil der geleisteten an den bezahlten Stunden

15Auswertung lesen

Auswertung nach Kostenstellen mit Ranking je Mitarbeiter
Auswertung nach Kostenstellen mit Ranking je Mitarbeiter

So lesen Sie die Auswertung

  • Die Kopfzeilen zeigen je Kostenstelle die Zahl der Mitarbeiter, die AG-Kosten und die durchschnittliche Produktivität.
  • Der Balken hinter den AG-Kosten macht den Anteil am Gesamtaufwand sichtbar.
  • Die Produktivität ist farbig hinterlegt: je weiter unter 100 %, desto mehr bezahlte Stunden ohne Arbeitsleistung (Krankheit, Urlaub, Feiertage).
  • Über Sortieren und Kostenstelle filtern Sie die Liste; Alle einklappen verschafft den Überblick.

Ausgabe

PDF liefert die Auswertung als Bericht für die Geschäftsführung, Excel die Rohdaten zur eigenen Weiterverarbeitung – etwa für eine Deckungsbeitragsrechnung je Standort.

AchtungDie Auswertung zeigt Kosten, keine Leistungsbeurteilung. Eine niedrige Produktivitätsquote bedeutet in der Regel Krankheit oder Urlaub – nicht mangelnden Einsatz. Behandeln Sie die Zahlen entsprechend vertraulich und beachten Sie Mitbestimmungsrechte.
Teil 5

Status & Prüfung

Status Finder, Minijob, Praktikanten, Rentner, kurzfristige Beschäftigung und die Arbeitszeitprüfung.

16Status Finder

Jede Beschäftigung braucht eine Personengruppe und einen vierstelligen Beitragsgruppenschlüssel. Der Status Finder ermittelt beides aus wenigen Angaben – und erklärt, warum.

Links die Angaben, rechts das Ergebnis mit Personengruppe und Beitragsgruppe
Links die Angaben, rechts das Ergebnis mit Personengruppe und Beitragsgruppe
  1. Art der Beschäftigung wählen (reguläre Beschäftigung, Minijob, kurzfristig, Werkstudent, …).
  2. Angaben zu Entgelt, Arbeitszeit und Krankenversicherung ergänzen.
  3. Ergebnis rechts ablesen – es aktualisiert sich mit jeder Eingabe.
  4. Über Drucken / PDF einen Beleg für die Personalakte erzeugen.

So lesen Sie das Ergebnis

AnzeigeBedeutung
Personengruppe (3-stellig)DEÜV-Schlüssel, z. B. 101 = sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne besondere Merkmale
Beitragsgruppe (4-stellig)je eine Ziffer für KV, RV, AV, PV – z. B. 1111 = überall der volle Beitrag, 0000 = beitragsfrei, 6100 = Minijob
Zeilen KV / RV / AV / PVKlartext zu jeder Ziffer
LohnManager-Exportdie Feldnummern, unter denen die Schlüssel im LohnManager stehen

17Minijob-Berater

Der Minijob-Berater beantwortet zwei Fragen zugleich: Liegt überhaupt ein Minijob vor – und was kostet er den Arbeitgeber?

Angaben links, Einstufung und Abgaben rechts
Angaben links, Einstufung und Abgaben rechts
  1. Art der Beschäftigung wählen: gewerblich oder Privathaushalt.
  2. Regelmäßigen monatlichen Verdienst eintragen – maßgeblich ist der Jahresdurchschnitt.
  3. Weitere Beschäftigungen der Person angeben (weitere Minijobs, Hauptbeschäftigung).
  4. Krankenversicherung und einen etwaigen Antrag auf RV-Befreiung erfassen.
  5. Besteuerung wählen: einheitliche Pauschsteuer 2 % über die Minijob-Zentrale oder Besteuerung nach ELStAM.
  6. Bei Bedarf gelegentliches Überschreiten ankreuzen.
Grenze 2026Wert
Geringfügigkeitsgrenze (Minijob)603 € im Monat
Übergangsbereich (Midijob)über 603 € bis 2.000 €
gelegentliches Überschreitenin bis zu 2 Kalendermonaten im Zeitjahr, jeweils bis zum Doppelten der Grenze
Personengruppe / Beitragsgruppe109 · 6100 (mit RV-Befreiung: 6500)

17Abgaben & Mehrfachbeschäftigung

Die Abgabenkarte zeigt jede Position einzeln – bis zu den Gesamtkosten
Die Abgabenkarte zeigt jede Position einzeln – bis zu den Gesamtkosten

Die Arbeitgeberabgaben im Detail

PositionSatz (gewerblich)
Pauschalbeitrag Krankenversicherung13 %
Pauschalbeitrag Rentenversicherung15 %
Einheitliche Pauschsteuer2 %
Umlagen U1, U2 und Insolvenzgeldnach den Sätzen der Minijob-Zentrale
Eigenanteil des Minijobbers zur RV3,6 % – entfällt bei Befreiung
  • Im Privathaushalt gelten niedrigere Pauschalen (je 5 % KV und RV).
  • Mehrere Minijobs werden zusammengerechnet; neben einer Hauptbeschäftigung bleibt nur der erste Minijob beitragsfrei.
  • Ohne Befreiung zahlt der Minijobber den RV-Eigenanteil – die Befreiung muss beantragt werden (Vertragsgenerator, Vorlage 3).
AchtungMaßgeblich ist der regelmäßige Verdienst im Jahresdurchschnitt – einschließlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, wenn es mit Rechtsanspruch gezahlt wird.

18Praktikanten-Check

Praktikanten sind der Klassiker unter den Fehlerquellen: Fast jede Kombination aus vorgeschrieben oder freiwillig, vor, während oder nach dem Studium führt zu einer anderen Einstufung.

Der Entscheidungsbaum führt in wenigen Fragen zum Ergebnis
Der Entscheidungsbaum führt in wenigen Fragen zum Ergebnis
  1. Art des Praktikums wählen: Zwischen-, Vor-, Nachpraktikum, Schülerpraktikum oder duales Studium.
  2. Angeben, ob das Praktikum in der Studien- bzw. Prüfungsordnung vorgeschrieben ist.
  3. Entgelt und – beim Zwischenpraktikum – die Wochenarbeitszeit eintragen.
FallErgebnis
vorgeschriebenes Zwischenpraktikumimmer 190 / 0000 – ohne Entgelt keine Meldung
freiwilliges Zwischenpraktikum bis 603 €Minijob, Personengruppe 109
freiwilliges Zwischenpraktikum über 603 €, bis 20 Std./WocheWerkstudent 106 / 0100
vorgeschriebenes Vor-/Nachpraktikum ohne Entgelt105 / 0110
vorgeschriebenes Vor-/Nachpraktikum bis 325 €121 / 1111 (Arbeitgeber zahlt allein)
vorgeschriebenes Vor-/Nachpraktikum über 325 €105 / 3111
Schülerpraktikum · duales Studiumkeine Meldung · 102 / 1111

Rechtsgrundlage: gemeinsames Rundschreiben der Spitzenorganisationen vom 23.11.2016.

19Rentner-Check

Beschäftigte Rentner sind heute die Regel, nicht die Ausnahme. Der Rentner-Check klärt, welche Beiträge anfallen – je nach Rentenart und Regelaltersgrenze.

Angaben zur Rente, daneben Personengruppe, Beitragsgruppe und Hinweise
Angaben zur Rente, daneben Personengruppe, Beitragsgruppe und Hinweise
  1. Rentenart wählen: Altersvollrente, Teilrente, Erwerbsminderungsrente (voll oder teilweise), Hinterbliebenenrente, Pensionär oder „kein Rentenantrag gestellt“.
  2. Angeben, ob die Regelaltersgrenze bereits erreicht ist.
  3. Krankenversicherung und Entgelt ergänzen, Ergebnis mit Melde- und Beitragshinweis ablesen.

Die wichtigsten Regeln

  • Personengruppe 119 steht für Beschäftigte mit Altersvollrente vor der Regelaltersgrenze, 120 für Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze.
  • Nach der Regelaltersgrenze besteht Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung; der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil weiter (Beitragsgruppe RV = 3).
  • In der Arbeitslosenversicherung sind Bezieher einer Altersvollrente und Beschäftigte nach der Regelaltersgrenze versicherungsfrei.
  • Flexirente: Vor der Regelaltersgrenze kann auf die Versicherungsfreiheit verzichtet und damit die Rente weiter erhöht werden.
  • Kranken- und Pflegeversicherung laufen unverändert weiter.
Gut zu wissenGrundlage ist die Rechtslage ab 01.01.2022; seit 2023 gibt es bei vorgezogenen Altersvollrenten keine Hinzuverdienstgrenze mehr.

20Kurzfristige Beschäftigung

Aushilfe für Saison, Messe, Ernte oder Semesterferien: Der Assistent prüft in fünf Schritten, ob eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung vorliegt – und dokumentiert das Ergebnis.

Schritt 1 von 5 – der Assistent führt durch Person, Status, Prüfung und Vorbeschäftigungen
Schritt 1 von 5 – der Assistent führt durch Person, Status, Prüfung und Vorbeschäftigungen
  1. 1 Angaben zur Person erfassen.
  2. 2 Status: Was macht die Person sonst? Hauptbeschäftigung, Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit, Elternzeit, Übergangszeit, arbeitsuchend gemeldet, Rente.
  3. 3 Prüf-Assistent: Beschäftigungszeitraum, Befristung, Arbeitstage je Woche und voraussichtliches Monatsentgelt.
  4. 4 Beschäftigungsverhältnisse seit Jahresbeginn: alle kurzfristigen Beschäftigungen des laufenden Kalenderjahres – auch die bei anderen Arbeitgebern.
  5. 5 Ergebnis mit Rechenweg; anschließend PDF erzeugen.
AchtungVorbeschäftigungen bei anderen Arbeitgebern zählen mit. Fragen Sie aktiv danach und lassen Sie sich das schriftlich bestätigen – genau dafür gibt es den Zusatzfragebogen.

20Prüfschema & Unterlagen

Schritt 2: Der Status der Person entscheidet über die Berufsmäßigkeit
Schritt 2: Der Status der Person entscheidet über die Berufsmäßigkeit

Das Prüfschema

SchrittPrüfungFolge
1Befristung auf höchstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage?nein → keine kurzfristige Beschäftigung
2Zusammenrechnung mit Vorbeschäftigungen über 70 Arbeitstage / 90 Kalendertage?ja → keine
3Entgelt bis 520 € im Monat?ja → kurzfristig, keine Berufsmäßigkeitsprüfung
4über 520 € und Elternzeit, Übergangszeit oder arbeitsuchend?ja → berufsmäßig, keine
5über 520 € und daneben Hauptjob, Ausbildung oder Selbstständigkeit?ja → kurzfristig
6Summe der Beschäftigungszeiten über 70 Arbeitstage / 3 Monate?ja → keine

Ergebnis und Unterlagen

  • Ergebnis am Bildschirm: kurzfristig oder keine kurzfristige Beschäftigung.
  • PDF mit dem Zusatzfragebogen (Fragen 1–16) und dem Prüfergebnis; optional der Rahmenarbeitsvertrag, befristet auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage.
AchtungWird die Zeitgrenze im laufenden Beschäftigungsverhältnis absehbar überschritten, endet die Beitragsfreiheit ab diesem Tag – bitte sofort melden. Rechtsgrundlage: § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV.

21Arbeitszeit-Check (ArbZG)

Laden Sie Ihre Zeiterfassung hoch – die App prüft sie automatisch gegen das Arbeitszeitgesetz und erstellt einen Report. Alles läuft im Browser, es werden keine Daten übertragen.

Datei hochladen – erwartet werden Personalnummer, Datum, Kommt, Geht und optional Pause
Datei hochladen – erwartet werden Personalnummer, Datum, Kommt, Geht und optional Pause
  1. Datei per Klick oder Drag-and-drop hochladen: .xlsx, .xls, .csv oder .txt, maximal 10 MB.
  2. Die App erkennt die Spalten automatisch. Mehrere Zeilen pro Tag werden als Segmente zusammengefasst.
  3. Prüfung läuft – anschließend erscheint Abschnitt 2 Ergebnis der Prüfung.
  4. Report als PDF oder Excel herunterladen.

Was geprüft wird

RegelVorgabe
§ 3 Höchstarbeitszeitmax. 8 Std./Tag, bis 10 Std. bei Ausgleich (Ø 8 Std. in 6 Monaten / 24 Wochen)
§ 4 Ruhepausen30 Min. bei mehr als 6 Std., 45 Min. bei mehr als 9 Std. (in Blöcken ab 15 Min.)
§ 5 Ruhezeitmindestens 11 Std. ununterbrochen zwischen Arbeitsende und nächstem Beginn
§ 9 SonntagsarbeitArbeit an Sonntagen – branchenabhängige Ausnahmen nach § 10
Wochenarbeitszeitim Durchschnitt max. 48 Std., mehr als 60 Std./Woche unzulässig

21Report & Grenzen

Der Report listet jeden Verstoß mit Datum, Mitarbeiter und Regel
Der Report listet jeden Verstoß mit Datum, Mitarbeiter und Regel

Report richtig nutzen

  • Jeder Treffer nennt Mitarbeiter, Datum, Regel und Ausmaß der Überschreitung.
  • Häufige Ursache sind fehlende Pausenzeiten in der Erfassung – nicht tatsächliche Verstöße. Prüfen Sie zuerst die Datenqualität.
  • Die Prüfung der 11-Stunden-Ruhezeit betrifft besonders Spät- und Frühschicht am Folgetag (Gastronomie, Pflege, Handel).
  • Der Report ist ein gutes Instrument für die interne Kontrolle – und ein Nachweis, dass Sie Ihrer Aufsichtspflicht nachkommen.
AchtungVerstöße gegen das Arbeitszeitgesetz sind Ordnungswidrigkeiten und können empfindliche Bußgelder auslösen; bei Vorsatz droht sogar Strafbarkeit. Die Aufzeichnungspflicht trifft den Arbeitgeber.
Gut zu wissenTarifliche Sonderregelungen, Bereitschaftszeiten, Jugendarbeitsschutz und branchenspezifische Ausnahmen prüft die App nicht – sie liefert eine automatische Vorprüfung.

22Payroll Check

Der Payroll Check liest Ihre Abrechnungs-PDFs und sucht nach typischen Auffälligkeiten – als zweites Augenpaar vor der Auszahlung.

Die vier Prüfregeln, darunter der Auswahlbereich für die PDF-Dateien
Die vier Prüfregeln, darunter der Auswahlbereich für die PDF-Dateien

Die vier Prüfregeln

RegelWas auffällt
Doppelte Lohnartendieselbe Lohnart mehrfach in einer Abrechnung
LA10 = Basis LA60Abweichung zwischen Grundlohn und Berechnungsbasis
Nettolohn-Abweichungauffälliger Sprung gegenüber den Vormonaten
ELStAMfehlende oder unplausible Steuermerkmale
  1. Abrechnungen als PDF auswählen – mehrere Dateien gleichzeitig sind möglich.
  2. Abrechnungen prüfen drücken und die Ergebnisliste durchgehen.
  3. Auffälligkeiten klären, bevor die Zahlung ausgelöst wird.
AchtungDie Prüfung läuft vollständig in Ihrem Browser – die PDFs werden nicht hochgeladen. Der Check ersetzt keine inhaltliche Prüfung: er findet Muster und meldet gelegentlich Treffer, die im Einzelfall korrekt sind.
Teil 6

Onboarding & Sonstige

BoardMe für Neumandanten, Mitarbeitende und Bestandsübernahmen – dazu die Anleitungen.

23BoardMe – Neumandanten

BoardMe ist der digitale Aufnahmebogen für neue Mandanten: alle Angaben, die wir brauchen, um Ihre Lohnbuchhaltung einzurichten – in einem Formular statt in fünf E-Mails.

Art des Mandats, darunter die Karte für die automatische Auslese Ihrer Unterlagen
Art des Mandats, darunter die Karte für die automatische Auslese Ihrer Unterlagen

Die Abschnitte

  • Art des Mandats
  • 1 Firmierung & Kontakt
  • 2 Bankverbindung
  • 3 Steuerliche Erfassung
  • 4 Berufsgenossenschaft
  • 5 Krankenkasse
  • 6 Finanzbuchhaltung
  • 7 Checkliste Lohnunterlagen
  • 8 Sonstige Informationen
  • + Weitere Dokumente

Wählen Sie oben Neugründung, blendet das Formular den Vorberater und die Abschnitte 7 und 8 aus – Angaben, die es bei einer Neugründung noch nicht geben kann.

Gut zu wissenDas SEPA-Firmenlastschriftmandat können Sie digital im Formular erteilen; es entsteht ein dreiseitiges PDF zum Gegenzeichnen.

23Automatische Auslese & Anhänge

Unterlagen hochladen – Felder füllen sich von selbst

In der Karte gleich unter „Art des Mandats“ laden Sie vorhandene Unterlagen hoch: Steuerbescheid, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Bescheid der Berufsgenossenschaft, Bankunterlagen. Die erkannten Werte erscheinen als Vorschläge zur Kontrolle.

Die Karte für die automatische Auslese – hochgeladene Unterlagen füllen die Felder als Vorschlag
Die Karte für die automatische Auslese – hochgeladene Unterlagen füllen die Felder als Vorschlag
  1. Dateien wählen oder in die Dropzone ziehen (PDF, Foto oder Scan, max. 15 MB je Datei).
  2. Vorschläge prüfen. Widerspricht ein Vorschlag einem bereits gefüllten Feld, ist die Zeile mit einer Warnung markiert und nicht angehakt.
  3. Mit Alle auswählen / Auswahl aufheben arbeiten, dann Ausgewählte übernehmen.
  4. Übernommene Felder werden kurz farbig markiert und bleiben editierbar.

Weitere Dokumente

Ganz unten – direkt vor den Senden-Knöpfen – können Sie beliebig viele weitere Unterlagen anhängen. Jede Zeile besteht aus einer Bezeichnung und der Datei; erlaubt sind PDF und ZIP. Die Bezeichnung wird zum Dateinamen, damit bei uns nichts durcheinandergerät.

AchtungDie Gesamtgröße aller Anhänge ist auf 20 MB begrenzt. Bei umfangreichen Unterlagen lieber in zwei Sendungen aufteilen oder uns kurz Bescheid geben.

24BoardMe (MA) – Onboarding

Der Personalfragebogen für neue Mitarbeitende – zum Selbstausfüllen. Der Link ist öffentlich, Sie können ihn einfach weitergeben.

Onboarding für neue Mitarbeiter: oben die Auslese von Ausweis, SV-Ausweis und Steuer-ID
Onboarding für neue Mitarbeiter: oben die Auslese von Ausweis, SV-Ausweis und Steuer-ID

Die sieben Abschnitte

AbschnittInhalt
1 Persönliche DatenAnrede, Name, Geburtsdatum und -ort, Staatsangehörigkeit, Kontakt
2 AnschriftStraße, Hausnummer, PLZ, Wohnort, Bundesland
3 BankverbindungZahlungsart, Kontoinhaber, IBAN, BIC
4 SteuerSteuerklasse, Kinderfreibetrag, Konfession, Familienstand, Steuer-ID
5 SozialversicherungElterneigenschaft, private Versicherung, Krankenkasse, Rentenversicherungsnummer
6 Beschäftigung & StatusStatus, Ausbildungsverhältnis, geplante Wochenarbeitszeit, weitere Arbeitgeber
7 Weitere DokumenteNachweise wie Immatrikulation oder Befreiungsbescheid
Praxis-TippAusweis, SV-Ausweis und das Schreiben zur Steuer-ID hochladen – Name, Geburtsdatum, Anschrift, SV-Nummer und Steuer-ID werden erkannt und vorgeschlagen. Das spart die häufigsten Zahlendreher.

24Abschnitte & Hinweise

Persönliche Daten und Anschrift – Pflichtfelder sind mit einem Stern markiert
Persönliche Daten und Anschrift – Pflichtfelder sind mit einem Stern markiert

Worauf zu achten ist

  • Die Krankenkasse muss aus der Liste gewählt werden – freie Eingaben lassen sich nicht zuordnen.
  • Die Steuer-Identifikationsnummer ist elfstellig und steht im Schreiben des Bundeszentralamts für Steuern oder auf dem letzten Steuerbescheid.
  • Ohne Rentenversicherungsnummer ist die Anmeldung unvollständig – bitte nachreichen.
  • Die Elterneigenschaft wirkt auf den Beitrag zur Pflegeversicherung und ist nachzuweisen.
  • Angaben zu weiteren Arbeitgebern nicht auslassen – davon hängt die Einstufung ab.
  • Fotos gerade und gut ausgeleuchtet aufnehmen – abgeschnittene Ränder verschlechtern die Erkennung.
EinkommensstufeEinordnung
bis 603 €Minijob
über 603 € bis 2.000 €Midijob (Übergangsbereich)
über 2.000 €reguläre Beschäftigung
Gut zu wissenFelder, die nur das Lohnbüro füllen kann – Personalnummer, Eintrittsdatum, Personengruppe und Beitragsgruppen – bleiben bewusst leer. Diese ergänzen wir.

25BoardMe (Bulk) – Bestandsübernahme

Wechseln Sie zu uns oder übernehmen Sie einen Betrieb, müssen viele Mitarbeiter auf einmal übertragen werden. BoardMe (Bulk) macht daraus einen Vorgang: Excel hochladen, Spalten zuordnen, senden.

Schritt 1 von 3: die vorhandene Mitarbeiterliste hochladen
Schritt 1 von 3: die vorhandene Mitarbeiterliste hochladen
  1. Excel hochladen – .xlsx, .xls oder .csv.
  2. Das richtige Tabellenblatt wählen und angeben, in welcher Zeile die Spaltenüberschriften stehen. Die App zeigt die erkannten Quellspalten und die Anzahl der Datenzeilen.
  3. Spalten zuordnen: links das Zielfeld, rechts Ihre Quellspalte. Automatisch erkannte Zuordnungen sind mit auto markiert.
  4. Vorschau prüfen (die ersten Mitarbeiter und die Gesamtzahl), optional die Import-Excel herunterladen, Lohndokumente anhängen und An lohnConsult senden.

25Spalten zuordnen & senden

Schritt 2: links Ihre Spalten, rechts unser Zielfeld – offene Zuordnungen sind rot hervorgehoben
Schritt 2: links Ihre Spalten, rechts unser Zielfeld – offene Zuordnungen sind rot hervorgehoben

Hilfen bei der Zuordnung

  • Fester Wert („für alle“) für Felder, die bei allen Mitarbeitern gleich sind.
  • Nur relevante Zielfelder blendet die Liste auf das Wesentliche ein.
  • Werte automatisch umschlüsseln übersetzt Klartext in Codes (Anrede, Familienstand, Krankenkasse, Staatsangehörigkeit, Bundesland, Datum).
  • Jede Quellspalte kann nur einmal zugeordnet werden.

Grenzen und Formate

PunktWert
Zeilen je Übertragungmaximal 2.000
Anhänge insgesamtmaximal 20 MB (PDF, ZIP, Bilder)
Datumsfeldereinheitlich als TT.MM.JJ
IBANBankleitzahl und Kontonummer werden bei DE-IBAN abgeleitet
Praxis-TippEine saubere Kopfzeile ohne verbundene Zellen erhöht die Trefferquote der automatischen Zuordnung deutlich. Abrechnungsfelder bleiben leer – die ergänzt das Lohnbüro.

26Dienstplan – Monatsansicht

Der LohnManager plant wochenweise. Wer den Überblick über den ganzen Monat braucht – etwa für die Urlaubsplanung oder das Gespräch mit dem Team –, findet ihn hier: eine Zeile je Mitarbeiter, eine Spalte je Tag.

Der Dienstplan als Monatsraster mit Schichten, Urlaub und Monatsstunden
Der Dienstplan als Monatsraster mit Schichten, Urlaub und Monatsstunden

Was Sie sehen

  • Je Mitarbeiter die geplanten Stunden, die Soll- und die Ist-Stunden des Monats.
  • Je Tag die Schichten mit Uhrzeit, Bezeichnung und Arbeitsbereich – die Farbe zeigt den Bereich.
  • Urlaub und Krankheit als eigene Felder.
  • Oben rechts, ob die Wochen des Monats freigegeben sind.
Nur AnzeigeDiese App verändert nichts. Geplant, geändert und freigegeben wird weiterhin im LohnManager – hier sehen Sie das Ergebnis nur im Ganzen.

26Filtern, drucken, exportieren

  • Arbeitsbereich oben links blendet alles andere aus – praktisch bei mehreren Standorten oder Teams.
  • Suche findet einen Mitarbeiter, „Nur Eingeteilte“ blendet leere Zeilen aus.
  • Monat wechseln Sie mit den Pfeilen links und rechts.
  • Drucken gibt den Monatsplan quer auf A3 aus – lesbar auch bei vielen Mitarbeitern.
  • Excel erzeugt dieselbe Tabelle zum Weiterverarbeiten.
LadezeitEin Monat besteht aus vier bis sechs Wochen, die einzeln aus dem LohnManager geholt werden. Bei großen Betrieben dauert der erste Aufbau deshalb ein paar Sekunden – ein Fortschrittsbalken zeigt den Stand.

27Anleitungen & Betriebsprüfung

Zwei bebilderte Anleitungen erklären Funktionen des LohnManagers, die im Alltag oft ungenutzt bleiben.

Aufgaben mit Ablaufdatum

Fristen im Blick behalten: Aufgaben für einzelne Mitarbeitende oder den ganzen Betrieb anlegen, mit Fälligkeitsdatum versehen und zentral abarbeiten. Typische Fälle: Befristungsende, Probezeitablauf, Führerscheinkontrolle, Unterweisungen.

Anleitung „Aufgaben“ mit Programmablaufplan
Anleitung „Aufgaben“ mit Programmablaufplan

Dienstplaner-Übersicht

Vom Arbeitsbereich zum fertigen Wochenplan: Bereiche und Schichten einmalig einrichten, Mitarbeitende zuordnen, Schichten besetzen und freigeben – erklärt am Beispiel eines Cafés.

Anleitung „Dienstplaner“
Anleitung „Dienstplaner“

Betriebsprüfung in Vorbereitung

Die Kachel „Betriebsprüfung“ ist bereits sichtbar, die Anwendung entsteht gerade. Sie wird zusammenstellen, welche Unterlagen die Deutsche Rentenversicherung und das Finanzamt üblicherweise anfordern, und Ihnen eine Checkliste zur Vorbereitung liefern. Bis dahin: Melden Sie sich, sobald die Prüfungsanordnung eintrifft – wir bereiten die Unterlagen gemeinsam vor.

28Superimporter – Zeiterfassung übernehmen

Wandelt den Export einer beliebigen Zeiterfassung in die Importdatei des LohnManagers um. Die App erkennt Aufbau und Spalten selbst – Sie müssen kein Format auswählen.

Wofür

Der Zeit-Import des LohnManagers erkennt zwölf feste Aufbauten, und zwar an der Kopfzeile. Wer ein anderes System einsetzt oder die Kopfzeile verändert hat, bekommt eine Fehlermeldung – oder, unangenehmer, ein falsches Ergebnis. Der Superimporter setzt davor: Er liest Ihre Datei, deutet sie und schreibt daraus eine Datei im LohnManager-Standardformat, die sicher erkannt wird.

Was erkannt wird

  • Trennzeichen: Semikolon, Komma, Tabulator, senkrechter Strich
  • Kopfzeile – auch wenn eine Titelzeile darüber steht
  • Dateien ganz ohne Kopfzeile (Deutung nach Spaltenposition)
  • Spaltennamen in vielen Schreibweisen: Perso-Nr., Mitarbeiter-ID, Employee Code, Kommen, Startzeit, Anfangszeit …
  • Stempeluhren: einzelne Buchungen werden je Person und Tag gepaart
  • Datum als TT.MM.JJJJ, JJJJ-MM-TT oder JJJJMMTT; Uhrzeit mit oder ohne Sekunden
  • Nachtschichten über Mitternacht

Was die App korrigiert

  • Pausen als Zeitfenster werden aus der Schicht herausgeschnitten
  • Pausen als Minutenzahl wahlweise mittig eingesetzt, am Ende abgezogen oder übergangen
  • Pausen über 90 Minuten auf Wunsch gekürzt – so wie es der LohnManager selbst tut
  • Umlaute und Pluszeichen werden ersetzt (Mueller statt Müller)
  • Unvollständige Zeitpaare und unlesbare Daten werden gemeldet, nicht stillschweigend verschluckt

In vier Schritten

  1. Datei hineinziehen. CSV oder Textdatei. Sie verlässt Ihren Rechner nicht – die Umwandlung läuft vollständig im Browser.
  2. Erkennung prüfen. Die App zeigt, was sie gelesen hat: Aufbau, Trennzeichen, Zahl der Zeilen, Personalnummern und Tage. Spalten, für die der LohnManager kein Feld hat – etwa Auftrag oder Fahrtkosten – werden ausdrücklich benannt.
  3. Bei Bedarf nachbessern. Jede Zuordnung lässt sich von Hand ändern; die Vorschau rechnet sofort neu. Dazu die Regeln für Pausen und die Lohnart, falls die Datei keine liefert.
  4. Herunterladen und importieren. Die fertige Datei im LohnManager unter Konnektivität → Zeit CSV Import hochladen.
Protokoll lesenVor dem Import lohnt der Blick ins Protokoll: Dort stehen Zeitpaarfehler, gekürzte Pausen und übersprungene Zeilen – mit Zeilennummer und Personalnummer.
AusgabeformatGeschrieben wird das LohnManager-Standardformat (PersonalNr;Datum;Lohnart;ZeitBeginn1;…;Name), Trennzeichen Semikolon, Datum TT.MM.JJJJ. Hat ein Tag mehr als zwei Zeitblöcke, verteilt die App sie auf mehrere Zeilen.
Teil 7

Anhang

Werte und Grenzen, Personen- und Beitragsgruppen, Glossar, häufige Fragen, Kontakt.

29Api2Importer

Stammdaten von außen in den LohnManager: Die App spricht die Schnittstelle api2.lohnmanager.info an und bringt Mitarbeiter bis zur Freigabe an das Lohnbüro – anlegen, ändern, Lohndaten setzen, Vorschau, Freigabe.

StandDie App ist als Beta gekennzeichnet. Zugang prüfen, Auswahllisten holen und die einzelnen Bausteine funktionieren; das Einlesen einer Excel-Tabelle ist im Aufbau. Bis dahin arbeitet die Kachel je Mitarbeiter.

Was die Schnittstelle kann – und was nicht

Sie ist bewusst schmal gehalten und deckt genau einen Vorgang ab: einen Mitarbeiter von außen in den LohnManager bringen und ihn bis zur Freigabe fertig machen.

Sie kannSie kann nicht
einen neuen Mitarbeiter anlegenMitarbeiter lesen oder suchen
seine Stammdaten später ändernMitarbeiter löschen
Kinder mitgeben (Kinderfreibetrag)eine erteilte Freigabe zurücknehmen
eine Wochenarbeitszeit mitgeben – daraus entsteht ein ZeitprofilArbeitszeiten, Fehlzeiten oder Dokumente übertragen
Gehalt, Tätigkeit und Befristung setzenFirmen oder Standorte anlegen
vorab anzeigen, welche Beschäftigungsart sich ergibtLohnabrechnungen erzeugen oder abrufen
den Mitarbeiter an das Lohnbüro freigeben 

Der Gedanke dahinter: Die Schnittstelle schreibt nur. Wer wissen will, wie ein Mitarbeiter im LohnManager aussieht, schaut im LohnManager nach. Das klingt unbequem, hält die Sache aber sicher – ein fremder Schlüssel kann keine Personaldaten abziehen, er kann nur welche hinzufügen.

Der Schlüssel an der Tür

Es gibt keine Anmeldung mit Benutzername und Kennwort. Jeder Nachricht liegt ein Schlüssel bei – immer derselbe, wie ein Werksausweis, den man an jeder Tür vorzeigt. Er gehört zu genau einer Firma, und in der Adresse jeder Nachricht steht, um welche Firma es gehen soll. Nur wenn beides dieselbe Firma meint, geht die Tür auf.

  • Schlüssel werden von lohn.Consult ausgegeben und im LohnManager hinterlegt, je Mandant einer.
  • Sie stehen in der Datenbank, nicht im Programm – deshalb lässt sich jeder einzeln abschalten.
  • Die Kachel hält den Schlüssel nur für die Dauer der Sitzung im Browser. Serverseitig wird er weder gespeichert noch protokolliert.
AchtungWer den Schlüssel hat, kann im Namen dieser Firma Mitarbeiter anlegen und freigeben. Er gehört nicht in E-Mails, nicht in Tabellen und nicht in Bildschirmfotos. Ist ein Schlüssel abhandengekommen, wird er abgeschaltet und ein neuer ausgegeben – der alte wirkt ab diesem Moment nicht mehr.

Der Weg eines Mitarbeiters

Vier Stationen. Nur die erste ist zwingend die erste; danach darf beliebig oft nachgebessert werden, solange die Freigabe aussteht.

  1. Auswahllisten holen. Einmalig abfragen, welche Zahl für welche Krankenkasse, welches Bundesland, welche Steuerklasse steht. Diese Listen ändern sich selten – einmal im Jahr genügt meist, bei Krankenkassen gelegentlich häufiger.
  2. Mitarbeiter anlegen. Alle Pflichtangaben auf einmal. Stimmt etwas nicht, kommt eine Liste der beanstandeten Felder zurück und es wird nichts angelegt. Geht alles durch, entsteht der Mitarbeiter – und die Antwort enthält seine dauerhafte Kennung.
  3. Angaben ändern und Lohndaten setzen. Umzug, Heirat, neue Bankverbindung; dazu Gehalt oder Stundenlohn, Tätigkeit und eine etwaige Befristung. Ohne Lohndaten lässt sich später nicht freigeben.
  4. Vorschau ansehen, dann freigeben. Der LohnManager rechnet aus, um welche Beschäftigungsart es sich handelt, und liefert einen Hinweistext dazu. Erst der zweite Aufruf gibt frei.
Die Kennung gehört sofort gespeichertWeil es keinen Abruf gibt, muss sich die aufrufende Seite die Kennung merken, die beim Anlegen zurückkommt. Ohne sie ist der Mitarbeiter über die Schnittstelle später nicht mehr erreichbar – dann hilft nur noch das Lohnbüro.

29Prüfungen, Freigabe & Stolpersteine

Jede Nachricht durchläuft zwei Prüfungen, bevor irgendetwas gespeichert wird. Erst wenn beide bestanden sind, entsteht oder ändert sich ein Mitarbeiter.

Erste Prüfung · Ist alles da?

Pflicht beim Anlegen und ÄndernFreiwillig, aber sinnvoll
Anrede, Vorname, Nachnameeigene Personalnummer – sonst vergibt der LohnManager eine
Geburtsdatum und GeburtsortE-Mail und Telefonnummer
StaatsangehörigkeitKontoinhaber, IBAN, BIC
Straße, Hausnummer, PLZ, Wohnort, BundeslandKonfession
Steuerklasse, Kinderfreibetrag, FamilienstandKinder – je Kind Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Steuer-ID
Steuer-Identifikationsnummergeplante Wochenarbeitszeit
Krankenkasse und ob privat versichertweitere Arbeitgeber
Rentenversicherungsnummer, BezahlartEintritts- und Austrittsdatum
Status, RV-Befreiung, AusbildungsverhältnisEntlohnungsart
Die PostleitzahlSie ist der einzige Wert mit fester Formvorschrift: genau fünf Ziffern. Alles andere wird inhaltlich geprüft, nicht formal. Insbesondere werden IBAN und Steuer-ID von der Schnittstelle nicht nachgerechnet – dafür ist die aufrufende Seite zuständig.

Zweite Prüfung · Ergibt es Sinn?

Anschließend wird jeder Listenwert gegen die echte Liste des Mandanten gehalten. Deshalb der erste Schritt: Die Zahlen für Krankenkasse, Bundesland und Steuerklasse stammen aus dem LohnManager dieses Mandanten und nirgendwo sonst her.

PGR und BGR – die interessanteste Antwort

Bei der Vorschau sagt der LohnManager, um welche Art von Beschäftigung es sich handelt:

KürzelBeantwortet die Frage
PGR · PersonengruppenschlüsselWas ist das für ein Beschäftigter? Versicherungspflichtig, Azubi, Werkstudent, Minijobber, kurzfristig Beschäftigter.
BGR · BeitragsgruppenschlüsselIn welche der vier Sozialversicherungen wird wie eingezahlt?

Beide werden nicht eingegeben, sondern errechnet – aus Status, Verdienst, Krankenversicherung, Ausbildung und RV-Befreiung. Die Vorschau ändert nichts; sie ist dafür gedacht, das Ergebnis zu zeigen und bestätigen zu lassen: „Das wird ein Minijob – ist das so gewollt?" Zu den gängigen Kombinationen liefert der LohnManager einen Hinweistext in ganzen Sätzen mit, den man unverändert anzeigen kann.

Was nach der Freigabe passiert

Mit der Freigabe endet die Zuständigkeit der Schnittstelle. Der Mitarbeiter trägt einen Übergabestempel und liegt im Zugriff des Lohnbüros; der Zeitpunkt der Übergabe wird festgehalten. Stammdaten dürfen weiterhin geändert werden – die Freigabe selbst lässt sich nicht wiederholen und über die Schnittstelle nicht zurücknehmen.

Papier bleibt PapierDie Schnittstelle ersetzt die Erfassung, nicht die Nachweise. Befreiungsantrag zur Rentenversicherung, Immatrikulationsbescheinigung, Bescheinigung der privaten Krankenversicherung: Diese Unterlagen müssen weiterhin vorliegen. Der Hinweistext aus der Vorschau sagt jedes Mal, welche es sind.

Die fünf häufigsten Stolpersteine

  1. Die Kennung wurde nicht gespeichert. Ohne sie ist der Mitarbeiter über die Schnittstelle nicht mehr erreichbar.
  2. Beim Ändern nur die geänderten Felder geschickt. Erwartet wird immer der vollständige Satz, sonst schlägt die Pflichtfeldprüfung an.
  3. Listenwerte aus einem anderen System übernommen. Die Zahlen kommen aus dem LohnManager des Mandanten.
  4. Freigabe ohne Lohndaten. Ohne Gehalt, Tätigkeit und geplanten Monatsverdienst wird sie abgewiesen.
  5. Der Schlüssel passt nicht zur angesprochenen Firma. Dann kommt nur ein knappes „nicht berechtigt" zurück, ohne Hinweis worauf. Das ist Absicht.
Häufige FrageAntwort
Kann ich einen Mitarbeiter wieder löschen?Nein. Kein Löschen, kein Rückgängigmachen. Was falsch angelegt wurde, korrigiert das Lohnbüro im LohnManager.
Kann ich abfragen, ob jemand schon existiert?Nein. Die Schnittstelle schreibt nur. Doppelte muss die aufrufende Seite selbst erkennen.
Was passiert bei zweimal denselben Daten?Es entstehen zwei Mitarbeiter mit zwei Personalnummern. Eine Dublettenprüfung findet nicht statt.
Muss ich eine Personalnummer mitgeben?Nein – dann vergibt der LohnManager eine.

30PersonioZeitImporter

Arbeits- und Fehlzeiten aus Personio holen und als Stunden in den LohnManager bringen: Zugang prüfen, Abwesenheitsarten abgleichen, einen Monat lesen, die Mitarbeiter gegenüberstellen und die fertigen Zeiten übergeben.

Die Richtung ist umgekehrt

Bei der Stammdaten-Schnittstelle aus Kapitel 29 ruft ein Fremdsystem uns an und schreibt Daten herein. Hier ist es andersherum – wir sind der Anrufer:

 Stammdaten (Kapitel 29)Personio-Zeiten
Wer ruft andas Fremdsystemwir
Wer wartetder LohnManagerPersonio
Was fließtStammdaten hereinZeiten heraus
Ausgelöst durchdas Fremdsystem, jederzeiteinen Menschen, monatsweise
Rein lesendGegenüber Personio wird ausschließlich gelesen. Zeiten werden nicht zurückgeschrieben, Stammdatenänderungen aus Personio nicht übernommen, und es gibt keine laufende Synchronisierung – jeder Abruf wird von Hand ausgelöst.

Nur ganze Monate

Der Abgleich kennt keine Tagesauswahl und keinen freien Zeitraum. Man wählt Monat und Jahr – und bekommt den ganzen Monat, für die ganze Firma. Das ist wichtiger, als es klingt; warum, steht im nächsten Abschnitt unter Was der Import überschreibt.

Was eingerichtet sein muss

Fünf Voraussetzungen. Fehlt eine, bricht der Abgleich ab – teils mit klarer Meldung, teils stillschweigend.

VoraussetzungWo eingestelltWenn sie fehlt
Personio ist eingeschaltetKonnektivität → PersonioAbbruch mit Meldung
Client-ID und SecretKonnektivität → PersonioAbbruch bei der Anmeldung
Jeder aktive Mitarbeiter hat eine Personio-NummerMitarbeiter → StammdatenAbbruch mit namentlicher Liste
Die Abwesenheitsarten sind zugeordnetKonnektivität → Personio → Abwesenheitstypenkein Abbruch – die Abwesenheit wird stillschweigend übergangen
Die Mitarbeiter haben ein ZeitprofilMitarbeiter → Zeitprofilkein Abbruch – erscheint als Fehlerzeile in der Rückmeldung

Die Personio-Nummer am Mitarbeiter ist das Bindeglied zwischen beiden Systemen – ohne sie lässt sich eine Zeitbuchung keiner Person zuordnen. Sie entsteht normalerweise von selbst: Wird ein Mitarbeiter im LohnManager freigegeben und ist Personio für die Firma eingeschaltet, legt der LohnManager ihn im selben Zug in Personio an und speichert die zurückgegebene Nummer.

Der Ablauf

  1. Prüfen, ob Personio eingeschaltet ist. Wenn nicht, Abbruch.
  2. Die Mitarbeiter der Firma laden und prüfen, ob jeder aktive eine Personio-Nummer hat. Wenn nicht, Abbruch mit namentlicher Liste.
  3. Bei Personio anmelden und die Zeiten holen – erst die Anwesenheiten, dann die Abwesenheiten.
  4. Den Monat leeren. Alle vorhandenen Stundeneinträge dieser Firma für den gewählten Monat werden gelöscht.
  5. Die Anwesenheiten eintragen als Arbeitszeit, je Schicht ein Eintrag.
  6. Die Abwesenheiten eintragen – umgerechnet über das Zeitprofil des Mitarbeiters.
  7. Nachrechnen lassen. Pausen, Mahlzeiten und Historie ermittelt der LohnManager selbst neu.
Warum erst holen, dann löschenWürde zuerst gelöscht und der Abruf scheiterte anschließend, stünde der Monat leer da – und niemand wüsste, was vorher darin stand. Bis einschließlich Schritt 3 ist nichts verändert.
Personio drosseltPersonio lässt zehn Anfragen auf einen Schlag zu und füllt zehn je Sekunde nach; danach kommt eine Abweisung. Eine solche Antwort enthält keine Zeitdaten und sieht aus wie „hat nicht gearbeitet" – genau das ist die Ursache unvollständiger Monate. Die Brücke wartet deshalb zwischen den Anfragen und meldet jede Abweisung ausdrücklich zurück.

30Zuordnung, Import & Stolpersteine

Personio kennt eigene Abwesenheitsarten – jede Firma benennt sie anders. Der LohnManager kennt seine eigenen. Dazwischen steht eine Tabelle, die gepflegt werden muss.

Die Zuordnung der Abwesenheiten

Aus PersonioIm LohnManagerErgebnis
„Urlaub"UUrlaubstag, zusätzlich als Urlaubstag gezählt
„Krankheit"KKrankheitstag
„Unbezahlter Urlaub"leer gelassenwird übergangen
Leer heißt: verschwindet lautlosEine Personio-Art ohne Zuordnung wird beim Import stillschweigend übersprungen – ohne Meldung, ohne Fehlerzeile. Wer eine Abwesenheit im LohnManager vermisst, sieht zuerst hier nach. Das ist der häufigste Grund für „der Urlaub ist nicht angekommen".

Beim Speichern gilt: Was in der Maske steht, gilt. Arten, die nicht mehr dabei sind, werden aus der Zuordnung entfernt – es lohnt sich also, die Seite vollständig zu laden, bevor man speichert.

Wie aus einer Abwesenheit Stunden werden

Personio meldet Zeiträume – „vom 3. bis zum 7. August, Urlaub". Der LohnManager braucht Stunden an einzelnen Tagen. Die Umrechnung macht das Zeitprofil:

  1. In der Zuordnungstabelle nachschlagen, was „Urlaub" hier heißt – etwa U.
  2. Für jeden Tag des Zeitraums ins Zeitprofil sehen: Was hätte der Mitarbeiter an diesem Wochentag gearbeitet?
  3. Steht dort eine Arbeitszeit, entsteht ein Eintrag mit genau diesen Zeiten – aber mit der Art U statt Arbeitszeit. Eine zweite Schicht ergibt einen zweiten Eintrag.
  4. Steht dort nichts – etwa an einem freien Samstag –, entsteht auch kein Eintrag. Das ist richtig so.

Hat ein Mitarbeiter für den Monat überhaupt kein Zeitprofil, kann keine einzige Abwesenheit umgerechnet werden. Diese Fälle landen mit Name und Datum in der Fehlerliste. Seine Anwesenheiten kommen davon unabhängig trotzdem an – sie brauchen kein Zeitprofil. Das Ergebnis sieht dann halb richtig aus.

Bei Urlaub entsteht zusätzlich zu den Stunden ein zweiter Eintrag, der den Tag als Urlaubstag zählt.

Was der Import überschreibt

Der wichtigste Satz dieses KapitelsDer Abgleich ist kein Zusammenführen. Er ersetzt. Vor dem Eintragen wird der gewählte Monat für diese Firma vollständig geleert – gleichgültig, woher die Einträge stammen. Von Hand erfasste Korrekturen, Nacherfassungen des Lohnbüros, Einträge aus anderen Quellen: alles weg. Was danach dort steht, kommt ausschließlich aus Personio.
  • Korrekturen gehören nach den Import, nicht davor. Wer vormittags nacherfasst und nachmittags abgleicht, hat die Arbeit umsonst gemacht.
  • Ein zweiter Abgleich desselben Monats ist unbedenklich, solange zwischendurch nichts von Hand geändert wurde – es kommt dasselbe Ergebnis heraus.
  • Wird in Personio nachträglich etwas geändert, muss der Monat erneut abgeglichen werden. Der LohnManager merkt von sich aus nichts davon.
  • Die Einträge sind erkennbar: In der Spalte, die festhält, wer zuletzt geändert hat, steht der Import.
Zwei Wege, zwei VerhaltensweisenDas oben Gesagte gilt für den im LohnManager eingebauten Abgleich, der den ganzen Monat leert. Der Weg über die Importdatei, den diese Kachel benutzt, leert den Monat nicht, sondern ersetzt je Tag und Art. Wer beide Wege kennt, sollte wissen, welchen er gerade geht.

Die fünf häufigsten Stolpersteine

  1. Ein Mitarbeiter ohne Personio-Nummer blockiert alles. Der Abgleich bricht für die ganze Firma ab; die Meldung nennt die Namen.
  2. Eine nicht zugeordnete Abwesenheitsart verschwindet lautlos. Kein Fehler, keine Meldung – der Urlaub fehlt einfach.
  3. Von Hand erfasste Zeiten gehen verloren. Erst importieren, dann korrigieren.
  4. Fehlendes Zeitprofil verhindert Abwesenheiten, nicht aber Anwesenheiten.
  5. Nur bestätigte Zeiten kommen an. Was in Personio noch nicht freigegeben ist, wird nicht übernommen.
Häufige FrageAntwort
Läuft der Abgleich automatisch?Nein. Er wird jedes Mal von Hand ausgelöst, für einen bestimmten Monat.
Kann ich einen einzelnen Tag oder Mitarbeiter abgleichen?Nein. Immer ganzer Monat, immer die ganze Firma.
Was ist mit ausgetretenen Mitarbeitern?Sie brauchen keine Personio-Nummer und blockieren nicht. Ihre Zeiten werden übernommen, wenn Personio welche liefert.
Warum fehlen die Pausen?Aus Personio kommen keine Pausen. Sie entstehen erst durch die Pausenautomatik des LohnManagers – und nur, wenn diese für die Firma eingeschaltet ist.

31GastromatikConverter

Aus dem Kompaktexport von Gastromatik wird eine fertige Lohndaten-Datei für den LohnManager: Stunden je Mitarbeiter, Feiertage nach Bundesland, Stundensätze aus den Stammdaten. Statt Zeile für Zeile abzutippen wählt man einen Monat, lädt eine Datei und lädt eine andere herunter.

Wofür die Kachel da ist

Gastromatik ist ein Dienstplan- und Zeiterfassungssystem der Gastronomie. Am Monatsende steht dort, wer wie viele Sollstunden hatte und wie viel davon Krankheit und Urlaub waren. Der LohnManager braucht dieselbe Information in einem ganz anderen Format: eine Zeile je Mitarbeiter und Lohnart, mit Faktoren statt Stunden. Diese Übersetzung macht die Kachel.

Ihre Datei bleibt bei IhnenDer Kompaktexport wird im Browser gelesen und nirgendwohin hochgeladen. Über den Server läuft ausschließlich der Abruf der Stammdaten aus dem LohnManager – und der nur für die Firma, mit der Sie am ServicePortal angemeldet sind.

Die beiden Lohnarten

Die Kachel erzeugt zwei Arten von Zeilen. Mehr nicht – alles Weitere kommt gegebenenfalls aus einer Datei, die Sie zusätzlich anhängen.

LohnartFaktorA (Menge)FaktorB (Satz)Entsteht wann
100 · StundenSollstunden − Krankheit − UrlaubStundensatzfür jede Zeile des Kompaktexports
123 · FeiertagTagesarbeitszeit × Anzahl FeiertageStundensatznur bei Entlohnungsart Brutto-Stundenlohn und hinterlegter Tagesarbeitszeit

Krankheit und Urlaub werden von den Sollstunden abgezogen und nicht als eigene Zeilen ausgegeben. Die Lohnfortzahlung läuft im LohnManager über die dort erfassten Fehlzeiten – würde die Kachel sie zusätzlich als Stunden schicken, wären sie doppelt bezahlt.

Der Weg in sechs Schritten

  1. Abrechnungsmonat, Bundesland und Firmennummer. Der Monat bestimmt, welche Feiertage gezählt werden und welches Datum in der Ausgabe steht. Die Firmennummer steht später in jeder Zeile.
  2. Kompaktexport laden. Die Datei aus Gastromatik, Blatt „Kompaktexport“.
  3. LohndatenExport LohnManager anhängen – wahlweise. Eine bereits vorhandene Lohndaten-Datei wird unverändert mit ausgegeben, damit am Ende eine Datei entsteht statt zweier.
  4. Stammdaten aus dem LohnManager holen. Tagesarbeitszeit, Entlohnungsart und Stundensatz der aktiven Mitarbeiter. Ohne diesen Schritt bleibt der Stundensatz leer und es entsteht keine Lohnart 123.
  5. Ergebnis prüfen. Jede Zeile ist zu sehen, bevor irgendetwas heruntergeladen wird. Hinweise oberhalb der Tabelle nennen jeden Sonderfall namentlich.
  6. LohnExport für SBS erzeugen. Die fertige CSV-Datei.

Die Feiertage

Die Kachel fragt keinen Feiertagsdienst im Internet, sondern rechnet die gesetzlichen Feiertage selbst aus – die festen Tage stehen im Kalender, die beweglichen ergeben sich aus dem Osterdatum. Das hat einen praktischen Grund: Ein fremder Dienst kann ausfallen, ausgerechnet am Abrechnungstag.

Das Bundesland ist wählbar; voreingestellt ist Hessen. Unter der Auswahl steht, welche Tage für den gewählten Monat gezählt wurden – diese Zahl geht direkt in die Lohnart 123 ein.

Örtliche Besonderheiten prüfen Sie selbstGerechnet werden die gesetzlichen Feiertage des Bundeslandes. Mariä Himmelfahrt gilt nur in überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns, Fronleichnam nur in einzelnen Gemeinden Sachsens und Thüringens. Diese Fälle bildet die Kachel nicht ab. Liegt Ihr Betrieb in einer solchen Gemeinde, korrigieren Sie die Lohnart 123 von Hand.

Die Firmennummer

Sie steht in der ersten Spalte jeder Zeile. Tragen Sie sie in Schritt 1 ein; holen Sie die Stammdaten, wird das Feld gefüllt, sofern es noch leer ist. Eine selbst eingetragene Nummer wird nie überschrieben – Ihre Eingabe hat immer Vorrang.

Fehlt die Nummer, sagt die Kachel esOhne Firmennummer bleibt die erste Spalte leer. Damit das nicht erst beim Einlesen auffällt, erscheint im Ergebnis ein Hinweis darauf.

31Ausgabe, Anhängen & Stolpersteine

Was am Ende herauskommt, wie eine vorhandene Datei mit hineinwandert – und die Fälle, in denen eine Zeile anders aussieht, als man erwartet.

Die Datei

  
FormatCSV, Semikolon als Trennzeichen, Komma als Dezimalzeichen
ZeichensatzUTF-8 mit Byte-Order-Mark – damit Excel Umlaute richtig anzeigt
Spalten14, mit Kopfzeile: FirmenNr · PersonalNr · Name · Lohnart · Lohnartname · FaktorA · FaktorB · Faktor_C · Erfassungsmonat · SatzNr · KEAZeile · Datum · Kostenstelle · Abrechnungsgruppe
DateinameLohnexport + Firmennummer + Monat, also etwa Lohnexport1215August.csv

Der Dateiname wird in Schritt 6 angezeigt, bevor Sie ihn herunterladen – ändern Sie Monat oder Firmennummer, ändert er sich mit.

Erfassungsmonat steht als JJJJMM (August 2026 → 202608), das Datum als JJJJMMTT und immer auf dem Monatsletzten (20260831).

Die SatzNr

Sie zählt die Zeilen je Personalnummer durch, in der Reihenfolge, in der sie entstehen: erst alle Zeilen der Lohnart 100, dann die der Lohnart 123, dann die angehängten. Ein Mitarbeiter mit Stunden und Feiertag hat also SatzNr 1 und 2 – nicht zwei Einsen und nicht die Zeilennummer der Datei.

Einen vorhandenen LohndatenExport anhängen

In Schritt 3 können Sie eine bereits vorhandene Lohndaten-Datei mitgeben – etwa Zuschläge oder Sachbezüge, die an anderer Stelle entstanden sind. Sie wird unverändert an die Ausgabe angehängt, mit zwei Regeln:

  • Die Lohnart 100 der angehängten Datei wird ausgelassen. Die Stunden kommen aus dem Kompaktexport – kämen sie zusätzlich aus der angehängten Datei, stünden sie doppelt in der Abrechnung.
  • Eine dort vorhandene Firmennummer bleibt stehen. Nur wo keine drinsteht, wird die aus Schritt 1 ergänzt. Fremde Daten werden nicht überschrieben.

Wann eine Zeile anders aussieht als erwartet

FallWas passiertWas zu tun ist
Stammdaten nicht geholtFaktorB (Stundensatz) ist 0, keine Lohnart 123Schritt 4 ausführen
Entlohnungsart ist nicht Brutto-Stundenlohnkein Stundensatz, keine Lohnart 123richtig so – bei Gehalt wäre der Lohnwert das Monatsgehalt, nicht ein Stundensatz
Keine Tagesarbeitszeit hinterlegtkeine Lohnart 123 für diesen MitarbeiterTagesarbeitszeit in den Stammdaten des LohnManagers nachtragen
Mitarbeiter steht im Kompaktexport, nicht im LohnManagerLohnart 100 entsteht, aber ohne StundensatzPersonalnummer prüfen – sie ist das Bindeglied zwischen beiden Systemen
Kein Feiertag im Monatgar keine Lohnart 123richtig so; die Kachel sagt es ausdrücklich
Zeile ohne Sollstundenwird übersprungenrichtig so – eine Zeile ohne Menge hat im Lohn nichts verloren
Alle Sonderfälle stehen namentlich im ErgebnisÜber der Tabelle in Schritt 5 listet die Kachel jeden Mitarbeiter auf, bei dem etwas fehlt – mit Personalnummer und Name. Diese Liste ist die eigentliche Prüfung; die Tabelle darunter zeigt nur, was daraus geworden ist.

Die häufigsten Stolpersteine

  1. Die falsche Datei geladen. Gebraucht wird der Kompaktexport. Findet die Kachel keine Kopfzeile mit „Personalnummer“, bricht sie mit genau dieser Meldung ab, statt eine halb gelesene Datei zu verarbeiten.
  2. Stammdaten vergessen. Ohne Schritt 4 steht in jeder Zeile der Stundensatz 0. Die Datei sieht vollständig aus und ist es nicht.
  3. Falscher Monat. Der Monat steuert Feiertage, Erfassungsmonat und Datum zugleich. Voreingestellt ist der zuletzt abgeschlossene Monat – üblicherweise der richtige.
  4. Firmennummer vergessen. Die erste Spalte bleibt leer.
  5. Zweimal angehängt. Wer denselben LohndatenExport zweimal anhängt, hat alles doppelt – außer der Lohnart 100.
Häufige FrageAntwort
Wird etwas in den LohnManager geschrieben?Nein. Die Kachel liest dort nur Stammdaten. Die erzeugte Datei importieren Sie selbst.
Sehe ich fremde Firmen?Nein. Der Abruf nimmt die Firma aus Ihrer Anmeldung am ServicePortal.
Warum dauert der Stammdaten-Abruf?Tagesarbeitszeit und Stundensatz stehen nur auf der Einzelseite jedes Mitarbeiters. Der Abruf läuft deshalb in Häppchen, mit Fortschrittsbalken.
Werden ausgetretene Mitarbeiter mitgenommen?Nein, nur aktive. Findet die Kachel die Liste der aktiven Mitarbeiter nicht, bricht sie ab – zu viele Mitarbeiter in der Datei wären schlimmer als eine Fehlermeldung.
Kann ich die Datei vorher ansehen?Ja, Schritt 5 zeigt jede Zeile. Heruntergeladen wird erst auf Klick.

32Crewbrain

CrewBrain ist ein Personal- und Einsatzplanungssystem der Veranstaltungsbranche. Die Kachel liest von dort die Personalstammdaten – und zwar vollständig: den eigentlichen Stammsatz und die frei definierten Zusatzfelder, in denen die lohnrelevanten Angaben stecken. Ergebnis ist eine Tabelle, die Sie als CSV weitergeben können.

Stufe 1: nur lesenDiese Fassung holt Daten und zeigt sie an. In den LohnManager wird noch nichts geschrieben. Das kommt in einer späteren Stufe und wird dort – wie beim Api2Importer – erst als Vorschau angezeigt und dann einzeln freigegeben.

Die Grundadresse

Jede Firma hat in CrewBrain ihre eigene Adresse, etwa https://ihrefirma.eu3.crewbrain.com. Zugangsdaten der einen Umgebung werden von jeder anderen abgelehnt – das ist die häufigste Ursache für eine abgelehnte Anmeldung. Prüfen Sie deshalb zuerst die Adresse in der Zeile Ihres Browsers, wenn Sie in CrewBrain angemeldet sind, und tragen Sie genau diese ein.

Anmelden – drei Wege

WegWas Sie eingebenWann
Benutzer und KennwortIhre CrewBrain-Anmeldedatender normale Weg
OAuthzusätzlich Client-ID und -Secretwenn Ihre Umgebung das so eingerichtet hat
fertiger API-Tokennur den Tokenwenn Ihnen einer gegeben wurde

Nach der Anmeldung prüft die Kachel die Verbindung und zeigt den Namen an, unter dem sie angemeldet ist. Der Token lebt nur im Arbeitsspeicher dieses Browserfensters: kein Cookie, keine Speicherung, keine Ablage auf dem Server. Fenster schließen heißt Token weg. Das Kennwort wird gelöscht, sobald der Token da ist.

Wenn die Anmeldung abgelehnt wirdDer Knopf Anmeldung durchleuchten macht vier Probeaufrufe und trennt sauber: falsche Adresse, falsche Zugangsdaten oder fehlende Berechtigung. Das erspart das Raten – die drei Fälle sehen von außen gleich aus.

Rechte prüfen – der wichtigste Knopf

In CrewBrain ist ein Token an einen Benutzer gebunden und darf genau das, was dieser Benutzer darf. Ein „Zugriff verweigert“ kommt also nie aus dieser Kachel, sondern immer aus den Rechten in CrewBrain. Der Knopf Rechte prüfen holt aus acht Bereichen je einen Datensatz und zeigt in einer Tabelle, was durchgeht.

Ein einziges Recht entscheidetFür die Stammdaten braucht der Benutzer Leserecht auf die Mitarbeiterverwaltung. Fehlt es, antwortet CrewBrain mit „You are not authorized for this feature“ – und zwar auch auf die Zusatzfelder. Die Tabelle aus „Rechte prüfen“ können Sie Ihrem CrewBrain-Verwalter unverändert geben; darin steht genau die eine Zeile, die auf „nein“ steht.

Der Reiter Mitarbeiter

Hier sehen Sie sich die Stammsätze seitenweise an – zum Erkunden. CrewBrain gibt höchstens 100 Datensätze je Anfrage heraus und nennt die Gesamtzahl. Suche, Sortierung, Feldauswahl und ein freier Filter stehen unter „Erweitert“. Ein Klick auf eine Zeile zeigt den vollständigen Datensatz so, wie CrewBrain ihn liefert – die verlässlichste Grundlage, wenn eine Feldbedeutung unklar ist.

32Gesamttabelle, Zusatzfelder & Stolpersteine

Der Stammsatz allein reicht für den Lohn nicht. Was fehlt, steht in den „zusätzlichen Eigenschaften“ – und die holt die Kachel im selben Durchgang mit.

Warum es zwei Quellen gibt

Der Stammsatz aus CrewBrain enthält Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Personalnummer, Abteilung und Niederlassung. Nicht enthalten sind Sozialversicherungsnummer, Steuer-Identifikations­nummer, Krankenkasse, Steuerklasse, Konfession und Bankverbindung. Diese Angaben liegen in CrewBrain in frei definierten Feldern, den zusätzlichen Eigenschaften. Welche das sind, legt jede Firma selbst fest – in der geprüften Umgebung sind es 22 Felder, praktisch der komplette Personalfragebogen.

Der Reiter Gesamttabelle

Ein Knopf, ein Ergebnis. Stammdaten und Zusatzfelder holen macht dreierlei nacheinander:

  1. Stammsätze holen – seitenweise, bis alle da sind.
  2. Zusatzfelder holen – je Mitarbeiter ein Aufruf. Anders geht es nicht: CrewBrain bietet für diese Felder keinen Sammelabruf an.
  3. Zusammensetzen – eine Zeile je Mitarbeiter, Stammspalten links, Zusatzfelder rechts.

Die Spalten stehen schon nach wenigen Sekunden, weil die Feldbeschreibung mit dem ersten Abschnitt kommt und für alle Mitarbeiter gleich ist. Die Zeilen füllen sich danach; was noch nicht geholt ist, steht blass mit drei Punkten da. Sie können also die Feldzuordnung ansehen, lange bevor der letzte Mitarbeiter durch ist.

Warum das dauert

CrewBrain lässt 100 Anfragen je Minute zu. Bei 130 Mitarbeitern sind das 130 Aufrufe, die Kachel pausiert zwischen ihnen – rechnen Sie mit gut zwei Minuten. Ein Fortschrittsbalken zeigt, wo der Abruf steht. Abbrechen ist jederzeit möglich; was schon geholt ist, bleibt erhalten.

Wenn CrewBrain bremstMeldet CrewBrain die Drosselung, wartet die Kachel eine Minute und setzt von selbst fort. Der gerade betroffene Mitarbeiter wird dabei nicht übersprungen, sondern wiederholt. Sie müssen nichts tun.

Was Sie einstellen können

SchalterWirkung
gelöschte Mitarbeiter einbeziehenAus. In CrewBrain gelöschte Datensätze bleiben sonst draußen.
alle Stammdatenspalten zeigenAus. Gezeigt werden die 16 lohnrelevanten Spalten; das Häkchen blendet den Rest dazu. Weggelassen wird nichts – es ist nur zusammengeklappt.
Trennlinien der Eingabemaske zeigenAus. CrewBrain führt die Trennstriche seiner Eingabemaske als eigene Felder. Sie tragen nie einen Wert und stören als Spalte.

Die Feldübersicht

Unter der Tabelle steht je Feld, woher es kommt (Stammsatz oder Zusatzfeld), welcher Art es ist, ob es Pflichtfeld ist und bei wie vielen Mitarbeitern es gefüllt ist. Rechts stehen die Auswahlwerte – etwa die 75 Krankenkassen oder die sechs Steuerklassen – und die Prüfungen, die CrewBrain selbst vornimmt.

Der Füllgrad ist die eigentliche AuskunftEin Feld, das in keinem einzigen Datensatz gefüllt ist, taugt nicht als Quelle für den LohnManager – ganz gleich, wie passend es heißt. Diese Spalte sagt Ihnen vor jeder Zuordnung, worauf Sie sich verlassen können.

Ausgabe

Als CSV erzeugt eine Datei mit Semikolon und UTF-8-Kennung, die Excel auf Anhieb richtig liest. Als JSON gibt zusätzlich die Feldbeschreibung mit aus – nützlich, wenn jemand anderes die Zuordnung baut. Ausgegeben werden nur vollständige Zeilen: Mitarbeiter, deren Zusatzfelder noch nicht geholt sind, fehlen in der Datei. Eine halb gefüllte Zeile wäre schlimmer als eine fehlende.

In dieser Tabelle stehen KlartextdatenIBAN, Sozialversicherungsnummer und Steuer-Identifikationsnummer erscheinen unverschlüsselt. Sie bleiben im Arbeitsspeicher des Browserfensters – nichts davon wird auf dem Server abgelegt oder protokolliert. Sobald Sie aber eine CSV- oder JSON-Datei erzeugen, liegt sie auf Ihrer Festplatte. Behandeln Sie diese Datei wie einen Personalfragebogen: nicht per E-Mail versenden, nach Gebrauch löschen.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Anmeldung abgelehnt, obwohl die Daten stimmenGrundadresse prüfen. Die Vorführumgebung des Herstellers und Ihre eigene sind zwei verschiedene Systeme.
Anmeldung geht, aber der Abruf antwortet mit „Zugriff verweigert“„Rechte prüfen“ ausführen und die Tabelle dem CrewBrain-Verwalter geben. Es fehlt das Leserecht auf die Mitarbeiterverwaltung.
Spalten stehen, aber alle Zeilen blassDer Abruf läuft noch. Der Fortschrittsbalken sagt, wie weit.
Ein Zusatzfeld ist überall leerEs ist in CrewBrain angelegt, aber nicht gepflegt. Für den LohnManager unbrauchbar – die Feldübersicht zeigt es als 0 %.
Krankenkasse steht als Name da, nicht als NummerCrewBrain führt die Kassen nur im Klartext. Die Betriebsnummer muss beim Übertragen in den LohnManager zugeordnet werden.
Die Tabelle ist sehr breitSie lässt sich seitlich schieben. Die beiden Häkchen über der Tabelle machen sie schmaler.
Häufige FrageAntwort
Wird in CrewBrain etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich. Schreibende Adressen sind gar nicht erst erreichbar.
Wird etwas in den LohnManager geschrieben?In dieser Stufe nicht. Das kommt später und wird dann erst als Vorschau gezeigt.
Wo liegt mein Kennwort?Nirgends. Es wird einmal gegen CrewBrain geprüft, danach aus dem Eingabefeld gelöscht. Gespeichert wird nur der Token, und der nur im Arbeitsspeicher des Fensters.
Sieht der Server meine Personaldaten?Er reicht sie durch, ohne sie abzulegen oder zu protokollieren. Angezeigt werden sie nur in Ihrem Browser.
Kann ich den Abruf zwischendurch anhalten?Ja. „Abbrechen“ hält nach dem laufenden Abschnitt an; das Geholte bleibt und lässt sich ausgeben.

33Stunden-Jahreskalender

Ein ganzes Jahr auf einem Blatt: je Mitarbeiter zwölf Zeilen – eine je Monat – und 31 Spalten für die Tage. Jeder Tag ist ein farbiges Feld, das sagt, was an diesem Tag war: gearbeitet, Urlaub, krank, sonstige Fehlzeit, Feiertag, Wochenende oder gar nicht beschäftigt. Rechts stehen die erfassten Stunden des Monats und der Stand des Arbeitszeitkontos. Die Ansicht entspricht der Auswertung, die aus anderen Zeitsystemen als „Stunden-Jahreskalender“ bekannt ist.

Grundlage ist die Zeiterfassung, nicht der DienstplanGezeigt werden die tatsächlich erfassten Zeiten aus der Zeitauswertung des LohnManagers. Was im Dienstplan geplant war, spielt hier keine Rolle. Zwei Monate können deshalb im Dienstplan gleich aussehen und im Jahreskalender völlig verschieden.

Legitimation

Diese Auswertung zeigt die Arbeitszeiten einzelner namentlich genannter Mitarbeiter. Vor jedem Abruf muss deshalb feststehen, auf wessen Daten geschaut wird. Wer sich am Serviceportal mit Firmennummer und Kennwort angemeldet hat, hat das bereits getan: Diese Anmeldung wird gegen den LohnManager geprüft, und die Kachel öffnet dann ohne weitere Frage.

Nur wenn das Kennwort nicht mehr in der Sitzung liegt – etwa nach einer Zeitüberschreitung – fragt die Kachel in einem eigenen Fenster Firmennummer und Kennwort nach. Das ist kein zweites Kennwort, sondern dieselbe Anmeldung wie im LohnManager; sie wird direkt dort geprüft. Erst danach liefert die Brücke Daten.

Der Grund ist einfach: Diese Auswertung zeigt die Arbeitszeiten einzelner namentlich genannter Mitarbeiter. Vor jedem Abruf muss deshalb feststehen, auf wessen Daten geschaut wird. Die Firma ergibt sich ausschließlich aus dieser Legitimation und lässt sich im laufenden Betrieb nicht umstellen; sie steht oben in der Anmeldeleiste und in jeder Ausgabe. Das Kennwort wird nicht gespeichert, steht in keinem Protokoll und verlässt die Domäne nicht.

Der Abruf

  1. Jahr wählen – die Pfeile links oben blättern durch die Jahre.
  2. Jahr laden – die Zeitauswertung wird quartalsweise geholt, also in vier Anfragen statt in vielen hundert.
  3. Stammdaten – danach holt die Kachel im Hintergrund Personalnummer, Ein- und Austritt sowie Soll und Arbeitszeitkonto je Monat. Der Fortschrittsbalken zeigt, wie weit sie ist.
Der zweite Aufruf geht schnellAbgerufene Monate liegen auf dem Server in einem Zwischenspeicher – je Firma in einem eigenen, für den Direktaufruf gesperrten Ordner. Abgeschlossene Monate, die der LohnManager als „bereits exportiert“ führt, bleiben dauerhaft liegen, offene nur kurz. Neu einlesen übergeht den Speicher und holt alles frisch.

Das Raster lesen

FeldBedeutung
helles TürkisArbeitszeit
kräftiges TürkisArbeitszeit am Wochenende oder Feiertag
GrünUrlaub
RotKrank
Blaugrausonstige Fehlzeit
GelbFeiertag
hellgrauWochenende
grau, ohne Rahmennicht beschäftigt – vor Eintritt oder nach Austritt
weißArbeitstag ohne Erfassung

Der Mauszeiger auf einem Tag zeigt Datum, Zeitart, Uhrzeiten, Kostenstelle und Stunden – bei mehreren Buchungen alle einzeln. Der heutige Tag ist umrandet.

Welche Zeitart als Arbeitszeit zählt

Über dem Raster stehen alle Zeitarten, die im abgerufenen Jahr vorkommen, mit ihrer Häufigkeit. Ein Klick schaltet eine Zeitart zwischen Arbeitszeit und Fehlzeit um. Voreingestellt gilt „N“ als Arbeitszeit, alles Übrige als Fehlzeit. Die Einteilung wirkt sofort auf Farben, Produktivität und beide Ausgaben.

Diese Einteilung ist eine AnzeigeentscheidungSie ändert nichts im LohnManager und nichts an der Abrechnung. Sie bestimmt nur, was in dieser Auswertung als produktive Zeit gilt. Wer sie umstellt, sollte es beim Weitergeben der Ausgabe dazusagen.

Feiertage

Die Feiertage rechnet die Kachel selbst nach dem Bundesland, das oben gewählt ist – die beweglichen Tage über die Osterformel. Betriebliche Sonderregelungen und regionale Ausnahmen wie Fronleichnam in einzelnen Gemeinden sind darin nicht abgebildet. Maßgeblich bleibt die Abrechnung.

33Stunden, Arbeitszeitkonto & Ausgaben

Rechts neben dem Raster stehen zwei Spalten. Sie sehen gleich aus und meinen Verschiedenes: die eine summiert, die andere schreibt fort.

Die Spalte Std.

Alle im Monat erfassten Stunden, ohne Ansehen der Zeitart. Die Zeile Gesamt ist deren Summe über das Jahr.

Die Spalte AZK

Der Stand des Arbeitszeitkontos am Ende des jeweiligen Monats – genau so, wie ihn die Stundenerfassung des LohnManagers für diesen Monat historisiert führt. Es ist also derselbe Wert, den Sie sehen, wenn Sie im LohnManager in der Zeiterfassung auf diesen Monat blättern.

Eine Spalte aus Ständen wird nicht addiertDeshalb ist die Zeile Gesamt in dieser Spalte nicht die Summe darüber, sondern der Stand am Ende des letzten belegten Monats. Ob er sich mit dem Vortrag zuzüglich aller Monatsveränderungen deckt, steht im Hinweis dieser Zelle – das ist die eingebaute Gegenprobe.

Der Hinweis an jeder Monatszelle nennt drei Dinge: den Stand, seine Herkunft und die Veränderung im Monat – erfasste Stunden minus Sollstunden. Die Sollstunden kommen aus der Stundenerfassung des LohnManagers, nicht aus einer Rechnung dieser Kachel.

Gepunktet unterstrichene Werte sind gerechnetFührt der LohnManager für einen Monat keinen Stand, wird er aus dem letzten bekannten Stand zuzüglich der Monatsveränderung fortgeschrieben. Solche Zellen sind gepunktet unterstrichen und sagen es im Hinweis. Gerechnet ist eben nicht historisiert.

Vortrag

Der Stand vor Januar. Die Kachel rechnet ihn aus dem ersten belegten Monat zurück – Kontostand dieses Monats minus dessen Veränderung. Der Wert lässt sich im Feld überschreiben, etwa wenn der Saldo aus dem Vorjahr abweichend übernommen wurde. Die Ausgaben übernehmen den überschriebenen Wert.

Der Detailbereich

BlockInhalt
PersonalNummer, Name, Eintritt, Austritt – aus den Stammdaten des LohnManagers
ProduktivTage und Stunden der als Arbeitszeit eingestuften Zeitarten
UnproduktivTage und Stunden der Fehlzeiten
Produktivitäterfasste Stunden gesamt, Anteil produktiv, AZK-Stand des letzten belegten Monats, Resturlaub

Vergrößern

Im Serviceportal läuft die Kachel in einem Rahmen; ein Fenster darin kann nie größer werden als dieser Rahmen. Vergrößern öffnet die Auswertung deshalb dort in einem eigenen Reiter – mit Jahr und Mitarbeiter im Aufruf, sodass sie sofort dasselbe zeigt. Dank Zwischenspeicher steht sie in Sekunden. Wird die Kachel bereits als ganze Seite genutzt, schaltet derselbe Knopf die Ansicht bildschirmfüllend und heißt dann Verkleinern.

Ausgaben

KnopfErgebnis
PDF – alleeine Seite je Mitarbeiter, quer, mit Seitenumbruch; Farben wie am Bildschirm
PDF – diesernur der gewählte Mitarbeiter
Exceleine Mappe, ein Blatt je Mitarbeiter, farbiges Raster; Tage mit Erfassung tragen Wert und Notiz, die Monatsstände die Erläuterung als Zellnotiz

Vor jeder Ausgabe holt die Kachel die noch fehlenden Arbeitszeitkonten nach – bei vielen Mitarbeitern dauert das einen Moment, der Fortschrittsbalken zeigt es an.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Das Fenster fragt nach Firmennummer und KennwortSo ist es gedacht. Ohne diese Legitimation liefert die Brücke keine Daten.
„Für den Abruf bitte einmal neu anmelden“Das Kennwort liegt nicht mehr in der Sitzung. Einmal am Serviceportal neu anmelden.
AZK-Spalte bleibt leerDie Stammdaten sind noch nicht durch – ohne die interne Kennung des Mitarbeiters kann das Konto nicht geholt werden. Der Fortschrittsbalken zeigt den Stand; bricht der Abruf ab, erscheint ein roter Hinweis.
Ein Monat zeigt Stunden, aber keinen StandDer LohnManager führt für diesen Monat kein Arbeitszeitkonto. Die Kachel schreibt fort und kennzeichnet das gepunktet.
Gesamt passt nicht zu Vortrag plus VeränderungenDer Hinweis an der Gesamt-Zelle nennt die Abweichung. Meist steckt eine Korrekturbuchung im LohnManager dahinter, die nicht aus Ist minus Soll entsteht.
Ein Tag ist weiß, obwohl gearbeitet wurdeFür diesen Tag liegt keine Buchung in der Zeitauswertung. Erfassung im LohnManager prüfen.
Zu viele Tage stehen als FehlzeitDie Zeitart ist oben noch nicht als Arbeitszeit eingestuft. Ein Klick auf den Chip genügt.
Ein Feiertag fehlt oder ist zu vielBundesland oben prüfen. Örtliche Sonderfälle rechnet die Kachel nicht.
Zahlen wirken veraltetNeu einlesen übergeht den Zwischenspeicher.
Häufige FrageAntwort
Wird im LohnManager etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich.
Woher weiß die Kachel, welche Firma gemeint ist?Aus der Legitimation. Eine andere Firma ist ohne neue Anmeldung nicht erreichbar.
Wo liegt mein Kennwort?Nirgends. Es wird einmal gegen den LohnManager geprüft und danach verworfen.
Was liegt im Zwischenspeicher?Die abgerufenen Monatswerte je Firma, in einem für den Direktaufruf gesperrten Ordner. Neu einlesen übergeht ihn.
Ist die AZK-Spalte die Abweichung oder der Stand?Der Stand am Monatsende. Die Abweichung des Monats steht im Hinweis der Zelle.
Kann ich die Auswertung weitergeben?Ja, als PDF oder Excel. Beide enthalten Namen und Arbeitszeiten – behandeln Sie sie wie eine Personalliste.

34TagesJournalSFN – Tagesjournal mit Zuschlägen

Diese Kachel bildet das Blatt TagesZuschlagJournal des LohnManagers nach: je Mitarbeiter eine Seite, je Tag des Monats eine Zeile. Wer das gedruckte Journal daneben legt, soll nicht zweimal hinsehen müssen – Aufbau, roter Kopfbalken und Spaltenfolge sind dieselben.

Grundlage ist die ZeiterfassungDatum, Schichten, Stunden und Zeitart kommen aus der Zeitauswertung des LohnManagers, also aus den tatsächlich erfassten Zeiten – nicht aus dem Dienstplan.

Bedienung

  1. Monat wählen – voreingestellt ist der zuletzt abgeschlossene Monat.
  2. Monat abrufen – ein Aufruf, danach steht die Mitarbeiterliste links.
  3. Mitarbeiter anklicken – rechts erscheint sein Blatt, so wie es gedruckt aussieht.

Vergrößern öffnet das Blatt im Serviceportal in einem eigenen Reiter, auf der ganzen Seite bildschirmfüllend. Neu einlesen übergeht den Zwischenspeicher.

Die Spalten

SpalteInhalt
Datumjeder Tag des Monats, auch die ohne Erfassung – die stehen grau
Schicht1 Start / Endedie erste Buchung des Tages
Schicht2 Start / Endedie zweite Buchung des Tages
Std.alle Stunden des Tages, auch wenn mehr als zwei Buchungen vorliegen
UK UTdie Zeitart der ersten Buchung
Vorschuss bis Gutscheinwie im Original angelegt, hier nicht befüllt
Mehr als zwei Buchungen an einem TagIn den Schichtspalten stehen die ersten beiden, in der Zeitart-Spalte erscheint dahinter ein +1, +2 für die weiteren. Die Spalte Std. summiert immer alle, und der Mauszeiger auf der Zeile nennt jede einzelne Buchung mit Zeitart, Uhrzeit, Stunden und Kostenstelle.
Die Geldspalten bleiben leerVorschuss, Mahlzeiten, Urlaubstage, Guttage, Sachzuwendungen, Sachbezüge, Zuschläge und Gutschein liest die Kachel derzeit aus keiner Quelle. Sie stehen im Blatt, damit es dem Original gleicht – geschätzt oder gerechnet wird darin nichts. Sobald eine Quelle für diese Werte feststeht, lassen sie sich befüllen.

Ausgabe

PDF · alle erzeugt eine Datei mit einer Seite je Mitarbeiter und Seitenumbruch, PDF · dieser nur das angezeigte Blatt. Beide tragen den roten Kopfbalken, „Zuschläge M.JJJJ", Firma, Name und Personalnummer sowie unter der Tabelle die Summe der Stunden.

Zugang

Wie beim Stunden-Jahreskalender: Wer am Serviceportal mit Firmennummer und Kennwort angemeldet ist, kommt ohne weitere Frage hinein. Fehlt das Kennwort in der Sitzung, fragt die Kachel es in einem eigenen Fenster nach und prüft es gegen den LohnManager. Die Firma ergibt sich daraus und ist nicht wählbar.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Ein Tag ist grau, obwohl gearbeitet wurdeFür diesen Tag liegt keine Buchung in der Zeitauswertung. Erfassung im LohnManager prüfen.
Schicht2 bleibt leer, obwohl zweimal gebucht wurdeBeide Buchungen liegen in derselben Schicht oder ohne Uhrzeit vor. Der Hinweis am Mauszeiger zeigt, was der Tag enthält.
Die Stunden passen nicht zu den UhrzeitenStd. summiert alle Buchungen des Tages, die Schichtspalten zeigen nur die ersten beiden. Ein +1 in der Zeitart-Spalte weist darauf hin.
Der Monat ist leerIm gewählten Monat gibt es keine Buchungen. Monat prüfen, dann Neu einlesen.
Das PDF ist sehr breit gedrucktSechzehn Spalten auf A4 hoch – so ist auch das Original. Zum Lesen am Bildschirm hilft Vergrößern.
Häufige FrageAntwort
Wird im LohnManager etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich.
Ist das dasselbe wie der Stunden-Jahreskalender?Dieselbe Quelle, andere Sicht: dort ein Jahr als Raster, hier ein Monat Tag für Tag mit Uhrzeiten.
Warum sind Spalten da, die nichts enthalten?Damit das Blatt dem gedruckten Journal gleicht. Erfundene Werte wären schlimmer als leere Spalten.
Wo liegen die abgerufenen Daten?In einem Zwischenspeicher je Firma, in einem für den Direktaufruf gesperrten Ordner. Neu einlesen übergeht ihn.

35MonatsJournal

Das Monatsjournal des LohnManagers auf einem Blatt: je Mitarbeiter eine Zeile mit Normalstunden, Grundlohn, Urlaub, Guttagen, Krank und den Geldspalten, darunter die Summenzeile. Anders als der Stunden-Jahreskalender oder das TagesJournalSFN zeigt diese Kachel nicht einen Mitarbeiter im Zeitverlauf, sondern alle Mitarbeiter eines Monats nebeneinander.

Gelesen, nicht gerechnetDer LohnManager gibt dieses Journal ausschließlich als PDF heraus. Die Brücke holt es, liest den Text mitsamt den Spaltenpositionen aus und zeigt die Werte unverändert. Auch die Summenzeile stammt von dort und wird nicht selbst addiert.

Bedienung

  1. Monat wählen – voreingestellt ist der zuletzt abgeschlossene Monat.
  2. Monat abrufen – ein Aufruf, danach steht das Blatt.
  3. Suchen – das Feld oben filtert nach Name oder Personalnummer.

Neu einlesen übergeht den Zwischenspeicher, Vergrößern öffnet das Blatt im Serviceportal in einem eigenen Reiter und auf der ganzen Seite bildschirmfüllend. Ausgabe als PDF (A4 quer) und als Excel mit fixierter Kopfzeile.

Die Spalten

SpalteInhalt
Ma-Nr., NamePersonalnummer und Name, wie im Journal
Normal Std.Normalstunden des Monats
GrundlohnGrundlohn des Monats
Urlaub · Guttag (Std.) · Krankdie entsprechenden Werte des Journals
Vorschuss bis Persönlicher Abzugdie Geldspalten des Journals
Die Gegenprobe unter dem BlattSolange nicht gefiltert ist, addiert die Kachel die angezeigten Zeilen und vergleicht das Ergebnis mit der Summenzeile des LohnManagers. Stimmen beide überein, steht das dort; weichen sie ab, wird die betroffene Spalte genannt. Gerechnet wird dabei nichts für die Anzeige – die Zahlen im Blatt bleiben die des LohnManagers.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Die Tabelle bleibt leerFür den Monat liefert das Journal keine Zeilen, oder das Blatt wurde umgebaut. Der Hinweis über der Tabelle sagt, welcher Fall vorliegt.
Ein Mitarbeiter fehltEr steht auch im Journal des LohnManagers nicht – dort werden nur Mitarbeiter mit Bewegung im Monat geführt.
Die Gegenprobe meldet eine AbweichungErnst nehmen: Entweder wurde eine Zeile beim Auslesen falsch zugeordnet, oder das Journal selbst weist eine Abweichung aus. Im Zweifel im LohnManager nachsehen.
Zahlen wirken veraltetNeu einlesen übergeht den Zwischenspeicher.
Häufige FrageAntwort
Wird im LohnManager etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich.
Warum nicht einfach das PDF des LohnManagers nehmen?Weil sich das Blatt hier durchsuchen, filtern und nach Excel geben lässt – und weil es neben den anderen Auswertungen im Portal steht.
Was passiert, wenn der Hersteller das Blatt umbaut?Die Brücke findet die Kopfzeile nicht mehr und meldet das. Sie zeigt dann nichts, statt Zahlen zu verschieben.

36AZKAuswertung

Der Arbeitszeit-Monitor des LohnManagers für ein ganzes Jahr: je Mitarbeiter fünf Zeilen – Soll, Ist, AZK-Saldo, MiLoG Monat und MiLoG Jahr – mit je zwölf Monatsspalten. Damit sieht man auf einen Blick, in welchem Monat das Arbeitszeitkonto gekippt ist und ob die MiLoG-Grenzen eingehalten sind.

Gelesen, nicht gerechnetDer LohnManager gibt dieses Journal ausschließlich als PDF heraus. Die Brücke holt es, liest den Text mitsamt den Spaltenpositionen aus und zeigt die Werte unverändert. Weder Saldo noch MiLoG-Werte werden nachgerechnet.

Bedienung

  1. Jahr wählen – die Pfeile links oben blättern durch die Jahre.
  2. Jahr abrufen – ein Aufruf für das ganze Jahr und alle Mitarbeiter.
  3. Suchen – das Feld filtert nach Name oder Personalnummer.

Der AZK-Saldo ist die einzige farbig hervorgehobene Zeile: negativ rot, positiv grün – dorthin schaut man zuerst. Neu einlesen übergeht den Zwischenspeicher, Vergrößern öffnet die Auswertung im Serviceportal in einem eigenen Reiter. Ausgabe als PDF (A4 quer) und als Excel mit einer Zeile je Mitarbeiter und Kennzahl.

Die Gegenprobe

Der Knopf Gegenprobe blendet unter jedem Block eine zusätzliche Zeile Ist − Soll ein. Sie ist die einzige eigene Rechnung dieser Kachel und als solche beschriftet.

Abweichung ist kein FehlerDer AZK-Saldo des LohnManagers ist nicht die Differenz eines einzelnen Monats: In ihn gehen Vorträge, Korrekturen und Auszahlungen ein. Weicht die Gegenprobe ab, ist das also der Normalfall und kein Anlass zur Sorge – aufmerksam werden sollte man umgekehrt, wenn sich ein Monat gar nicht erklären lässt. Maßgeblich bleibt der Wert des LohnManagers.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Ein Mitarbeiter fehltEr steht auch im Monitor des LohnManagers nicht – dort erscheinen nur Mitarbeiter mit Bewegung im Jahr.
Alle Werte eines Monats stehen auf 0,00Für diesen Monat führt der LohnManager keine Zahlen – meist ein Monat vor Eintritt, nach Austritt oder noch nicht abgerechnet.
Die Anzeige bleibt leerDer Hinweis über der Tabelle nennt den Grund: keine Zeilen im Jahr oder ein umgebautes Blatt.
Zahlen wirken veraltetNeu einlesen übergeht den Zwischenspeicher. Das laufende Jahr wird ohnehin nur kurz zwischengespeichert.
Häufige FrageAntwort
Wird im LohnManager etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich.
Worin unterscheidet sich das vom Stunden-Jahreskalender?Dort steht ein Mitarbeiter Tag für Tag; hier stehen alle Mitarbeiter Monat für Monat mit Soll, Ist und Saldo.
Was bedeutet MiLoG Monat und MiLoG Jahr?Die Werte, die der LohnManager zur Mindestlohn-Dokumentation führt. Sie werden hier nur angezeigt, nicht bewertet.

37SFNKonto

Der SFN-Monitor des LohnManagers für ein ganzes Jahr: je Mitarbeiter vier Zeilen – Soll-Zuschlag, Ist-Zuschlag, Differenz und Netto-Komp – mit zwölf Monatsspalten und der Summenspalte des Jahres. Damit sieht man auf einen Blick, ob die gezahlten Zuschläge zum vereinbarten Soll passen und wo im Jahr sie auseinandergehen.

Gelesen, nicht gerechnetAuch dieses Journal gibt der LohnManager ausschließlich als PDF heraus. Die Brücke holt es, liest den Text mitsamt den Spaltenpositionen aus und zeigt die Werte unverändert – einschließlich der Summenspalte.

Bedienung

  1. Jahr wählen – die Pfeile links oben blättern durch die Jahre.
  2. Jahr abrufen – ein Aufruf für alle Mitarbeiter.
  3. Mitarbeiter anklicken – links in der Liste; „Alle Mitarbeiter" führt zur Übersicht zurück.

Die Spalte rechts in der Liste nennt die Jahresdifferenz, negativ rot und positiv grün. Ausgabe als PDF (A4 quer) und Excel; ist ein Mitarbeiter gewählt, enthalten beide nur ihn. Neu einlesen übergeht den Zwischenspeicher.

Die Gegenprobe

Der Knopf Gegenprobe blendet unter jedem Block die Zeile Ist − Soll ein. Anders als beim Arbeitszeitkonto muss sie hier mit der Zeile Differenz des LohnManagers übereinstimmen – beide meinen dasselbe. Spalten, in denen sie auseinandergehen, werden rot ausgewiesen, und unter der Tabelle steht, bei wem.

Warum das mehr ist als ZierdeDiese Gegenprobe prüft nicht den LohnManager, sondern das Auslesen. Stimmt sie überall, wurden die Zahlen richtig aus dem PDF gehoben – eine Kontrolle, die man bei einem gelesenen Blatt gebrauchen kann.
Zeilenumbruch im JournalPasst ein Wert nicht in seine Zelle, bricht der LohnManager ihn um: Aus „−336,22" wird ein „−" in der einen Zeile und „336,22" in der nächsten, aus „2655,47" wird „2655,4" und „7". Der Leser setzt solche Werte wieder zusammen, bevor er sie als Zahl nimmt. Ohne das würde aus einem Minusbetrag eine Null – der gefährlichste Fehler, den ein solcher Leser machen kann, weil er nicht auffällt.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Die Gegenprobe meldet AbweichungenErnst nehmen und im LohnManager gegenlesen. Entweder wurde ein umbrochener Wert falsch zusammengesetzt, oder das Journal weist selbst etwas Ungewöhnliches aus.
Soll-Zuschlag steht überall auf 0Für diesen Mitarbeiter ist kein Soll-Zuschlag hinterlegt. Die Differenz entspricht dann dem Ist.
Ein Mitarbeiter fehltEr steht auch im Monitor des LohnManagers nicht – dort erscheinen nur Mitarbeiter mit Bewegung im Jahr.
Die Anzeige bleibt leerDer Hinweis über der Tabelle nennt den Grund: keine Zeilen im Jahr oder ein umgebautes Blatt.
Häufige FrageAntwort
Wird im LohnManager etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich.
Wie hängt das mit dem TagesJournalSFN zusammen?Dort stehen die Zuschläge eines Monats Tag für Tag, hier das ganze Jahr Monat für Monat mit Soll, Ist und Differenz.
Was ist Netto-Komp?Die Netto-Kompensation, die der LohnManager in diesem Monitor führt. Sie wird hier nur angezeigt, nicht bewertet.

38AnalyseKurzfristig

Dieselbe Jahresansicht wie der Stunden-Jahreskalender – aber gezählt werden hier Arbeitstage statt Stunden. Rechts steht je Monat die Zahl der Arbeitstage, am Fuß das Tagesbudget: 70 Arbeitstage im Kalenderjahr abzüglich der bereits geleisteten.

Worum es gehtEine Beschäftigung ist kurzfristig, wenn sie im Kalenderjahr auf höchstens 70 Arbeitstage begrenzt ist (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV). Diese Kachel zeigt, wie viele davon verbraucht sind und wie viele bleiben.

Was als Arbeitstag zählt

Jeder Kalendertag mit mindestens einer Buchung, deren Zeitart als Arbeitszeit eingestuft ist. Wie lange an dem Tag gearbeitet wurde, spielt keine Rolle – zwei Stunden sind ein Tag wie zehn. Urlaub, Krankheit und sonstige Fehlzeiten zählen nicht mit.

Die Zeitarten-Einstellung wirkt unmittelbarOben lässt sich je Kürzel umschalten, ob es als Arbeitszeit oder als Fehlzeit gilt. Diese Entscheidung ändert die gezählten Tage und damit das Budget. Wer sie verstellt, sollte es beim Weitergeben der Auswertung dazusagen.

Vortrag

Arbeitstage aus anderen Beschäftigungen desselben Kalenderjahres zählen für die Grenze mit, stehen aber in keiner Zeiterfassung dieser Firma. Sie werden deshalb in der Zeile Vortrag von Hand eingetragen – ganze Tage, nicht negativ. Gesamt ist die Summe aus beidem.

Das Tagesbudget

AnzeigeBedeutung
türkisBudget vorhanden
gelbhöchstens fünf Tage übrig – Zeit, das Ende der Beschäftigung zu planen
rotGrenze überschritten; die Zahl nennt, um wie viele Tage

Dasselbe steht im Detailbereich rechts unter Tagesbudget, dort zusätzlich aufgeschlüsselt nach Vortrag, Verbrauch und Grenze.

Diese Kachel ersetzt keine Prüfung des EinzelfallsSie zählt Tage – mehr nicht. Ob die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird, ob Vorbeschäftigungen bei anderen Arbeitgebern hinzuzurechnen sind und ob statt der 70 Tage die Drei-Monats-Alternative greift, bleibt zu würdigen. Maßgeblich ist die Abrechnung, nicht diese Anzeige.

Stolpersteine

FallWas zu tun ist
Ein Tag ist bunt, zählt aber nicht als ArbeitstagSeine Zeitart gilt als Fehlzeit – oben im Chip umschalten, wenn sie Arbeitszeit sein soll.
Das Budget wirkt zu hochVorbeschäftigungen bei anderen Arbeitgebern sind noch nicht eingetragen. Dafür ist der Vortrag da.
Ein Tag mit zwei SchichtenZählt als ein Arbeitstag – die Grenze zählt Tage, nicht Einsätze.
Der JahreswechselDie Grenze gilt je Kalenderjahr. Mit den Pfeilen oben das Jahr wechseln; jedes Jahr beginnt wieder bei 70.
Häufige FrageAntwort
Wird im LohnManager etwas geändert?Nein. Die Kachel liest ausschließlich.
Warum steht auch eine Stundenspalte da?Zur Einordnung. Für die Grenze zählt sie nicht.
Wo kommt die 70 her?Aus § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV. Sie ist an einer Stelle im Programm hinterlegt und ließe sich ändern, falls der Gesetzgeber sie ändert.

AWerte & Grenzen 2026

GrößeWert 2026
Geringfügigkeitsgrenze (Minijob)603 € im Monat
Übergangsbereich (Midijob)über 603 € bis 2.000 €
Kurzfristige Beschäftigung70 Arbeitstage oder 3 Monate im Kalenderjahr
Entgeltgrenze Berufsmäßigkeitsprüfung520 € im Monat
Sachbezug Frühstück71,00 € im Monat · 2,37 € je Kalendertag
Sachbezug Mittagessen137,00 € im Monat · 4,57 € je Kalendertag
Sachbezug Abendessen137,00 € im Monat · 4,57 € je Kalendertag
Sachbezug Verpflegung gesamt345,00 € im Monat
Werkstudent – Arbeitszeitgrenze20 Stunden je Woche in der Vorlesungszeit
Praktikanten – Entgeltgrenze vorgeschriebenes Vor-/Nachpraktikum325 € im Monat
Pauschalabgaben Minijob gewerblich13 % KV · 15 % RV · 2 % Pauschsteuer + Umlagen
Pauschalabgaben Minijob Privathaushaltje 5 % KV und RV · 2 % Pauschsteuer
Eigenanteil Minijobber zur RV3,6 % (entfällt bei Befreiung)
Mutterschaftsgeld der Krankenkasse13,00 € je Kalendertag
Schutzfrist Mutterschutz6 Wochen vor / 8 bzw. 12 Wochen nach der Entbindung
Pauschalsteuer Sachbezug Verpflegung25 % nach § 40 Abs. 2 EStG
Gut zu wissenSozialversicherungsrechtliche Grenzwerte werden jährlich angepasst. Die Apps rechnen immer mit den Werten des gewählten Jahres – dieses Handbuch gibt den Stand August 2026 wieder.

BPersonen- & Beitragsgruppen

Personengruppenschlüssel (Auswahl)

SchlüsselBedeutung
101sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne besondere Merkmale
102Auszubildende, duales Studium
105Praktikanten (vorgeschriebenes Vor-/Nachpraktikum)
106Werkstudenten
109geringfügig entlohnte Beschäftigte (Minijob)
110kurzfristig Beschäftigte
119Beschäftigte mit Altersvollrente vor der Regelaltersgrenze
120Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze
121Praktikanten ohne bzw. mit geringem Entgelt (bis 325 €)
190Beschäftigte, für die nur Beiträge zur Unfallversicherung anfallen

Beitragsgruppenschlüssel – vier Stellen: KV · RV · AV · PV

StelleZifferBedeutung
1 – Krankenversicherung0 / 1 / 3 / 6 / 9kein Beitrag · allgemeiner Beitrag · Beitrag ohne Krankengeldanspruch · Pauschalbeitrag Minijob · freiwillige Versicherung
2 – Rentenversicherung0 / 1 / 3 / 5kein Beitrag · voller Beitrag · Arbeitgeberanteil · Pauschalbeitrag Minijob
3 – Arbeitslosenversicherung0 / 1 / 2kein Beitrag · voller Beitrag · halber Beitrag
4 – Pflegeversicherung0 / 1 / 2kein Beitrag · voller Beitrag · halber Beitrag

Beispiele: 1111 = alle vier Zweige voll · 0000 = beitragsfrei (z. B. vorgeschriebenes Zwischenpraktikum) · 6100 = Minijob mit RV-Eigenanteil · 0100 = Werkstudent (nur Rentenversicherung) · 3111 = Beitrag ohne Krankengeldanspruch.

CGlossar

BegriffErklärung
AG-KostenArbeitgeber-Gesamtkosten: Bruttoentgelt plus Arbeitgeberanteile, Umlagen und Beiträge zur Unfallversicherung.
AVVAuftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO – regelt, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet.
BeitragsgruppenschlüsselVierstellige Ziffernfolge für KV, RV, AV und PV in der SV-Meldung.
DEÜVDatenerfassungs- und -übermittlungsverordnung – Grundlage der SV-Meldungen.
eAUelektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – der Arbeitgeber ruft sie bei der Krankenkasse ab.
ELStAMelektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale – Steuerklasse, Freibeträge, Konfession.
EntgeltunterlagenDie Unterlagen, die der Arbeitgeber je Mitarbeiter vorhalten muss (§ 8 BVV) – Prüfgrundlage bei der Betriebsprüfung.
Geldwerter VorteilSachleistung statt Geld – Firmenwagen, Verpflegung, Wohnung. Steuer- und beitragspflichtig, soweit nicht ausdrücklich befreit.
Midijob / ÜbergangsbereichBeschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze bis 2.000 € mit reduziertem Arbeitnehmerbeitrag.
PersonengruppenschlüsselDreistelliger DEÜV-Schlüssel, der die Art der Beschäftigung kennzeichnet.
SEPA-FirmenlastschriftmandatErlaubnis zum Einzug wiederkehrender Beträge im Geschäftsverkehr.
SV-MeldeportalAmtliches Portal für Meldungen und Bescheinigungen an die Sozialversicherung; Anmeldung mit Elster-Zertifikat.
SachbezugswerteAmtlich festgelegte Werte für Verpflegung und Unterkunft nach § 2 SvEV.
Umlage U1 / U2Erstattungsverfahren für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (U1) und bei Mutterschaft (U2).

DHäufige Fragen

Muss ich etwas installieren?

Nein. Alle Apps laufen im Browser. Empfohlen sind aktuelle Versionen von Chrome, Edge, Firefox oder Safari; auf Tablet und Smartphone funktionieren die Formulare ebenfalls, die großen Tabellen lassen sich am Rechner aber angenehmer bearbeiten.

Was passiert mit meinen Eingaben?

Rechner und Prüfschemata arbeiten ausschließlich auf Ihrem Gerät – es wird nichts übertragen, solange Sie nicht ausdrücklich senden. Formulare und Erfassungslisten werden erst beim Absenden übermittelt und dann geschützt bei uns abgelegt. Hochgeladene Dokumente für die automatische Auslese werden nicht gespeichert.

Wozu die LohnManager-Zugangsdaten?

Nur für den einzelnen Abruf von Stammdaten und Abrechnungswerten. Sie werden nicht gespeichert. Jede App weist vor dem Abruf darauf hin.

Warum sehe ich eine App nicht?

Der Umfang wird je Mandant freigeschaltet. Fehlt eine Kachel, die Sie brauchen, genügt eine kurze Nachricht an uns.

Wie verlässlich sind die Ergebnisse?

Die Prüfschemata bilden die gemeinsamen Rundschreiben und die geltende Rechtslage ab und werden gepflegt. Sie ersetzen aber keine Einzelfallprüfung – gerade bei Mehrfachbeschäftigung, Auslandsberührung oder Tarifbindung. Als Beta gekennzeichnete Apps bitte besonders sorgfältig gegenlesen.

Ich habe einen Fehler gefunden – was tun?

Bitte melden Sie ihn uns mit App-Name, Ihren Eingaben und dem erwarteten Ergebnis. Rückmeldungen aus der Praxis sind der Grund, warum die Apps besser werden.

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Kurz-Checkliste für den Alltag

SituationDiese App hilft
Neuer Mitarbeiter tritt einBoardMe (MA) · Vertragsgenerator · Status Finder
Aushilfe für die SaisonKurzfristige Beschäftigung · Minijob-Berater
Praktikant oder WerkstudentPraktikanten-Check
Rentner arbeitet weiterRentner-Check
Behörde fordert AngabenBescheinigungsManager
Mitarbeiterin wird MutterMutterschaftsgeld-Rechner
Dienstwagen wird überlassenFirmenwagen-Rechner
Mahlzeiten im BetriebKost – Sachbezüge Verpflegung
Arbeitsverhältnis endetVertragsgenerator (Aufhebungsvertrag, Kündigung)
Pfändung geht einPfändungen
KostenkontrollePayrollProduktivität · Payroll Check
Arbeitszeiten prüfenArbeitszeit-Check (ArbZG)
StandDieses Handbuch beschreibt den Stand vom August 2026. Die aktuelle Fassung finden Sie jederzeit im ServicePortal.

FDie Websites im Überblick

Sie begegnen uns unter mehreren Adressen. Dahinter steckt derselbe Datenbestand: Alle MicroApps, dieses Handbuch und Ihre Zugänge werden an einer einzigen Stelle gepflegt.

www.lohnconsult.de Die Quelle · hier wird gepflegt MicroApps ServicePortal Handbuch Adminportal Zugänge & Kennwörter Änderungen wirken überall zugleich www.lohncopilot.com Der Chat · eigene Seite Chatfenster mit Schnellzugriff MicroApps im Popup Handbuch im Popup Adminportal www.amandi.pro Der Spiegel · eigene Firma Eigene Startseite Derselbe Chat im Popup über lcp.php über lcp.php zeigt denselben Chat Ein Adminportal Testzugänge und Rechte werden nur an einer Stelle gepflegt und gelten auf allen drei Seiten. Anmeldung: einmal, überall gültig Neue MicroApp? 1 · auf lohnconsult.de 2 · Weiterleitungsdatei 3 · Eintrag in lcp.php Schritt 2 und 3 zweimal: lohncopilot.com und amandi.pro
Eine Quelle, mehrere Adressen – Ihr Zugang gilt überall.

www.lohnconsult.de

Das ServicePortal: hier melden Sie sich an, hier liegen die MicroApps und dieses Handbuch.

www.lohncopilot.com

Der KI-Assistent. Er beantwortet Fachfragen und öffnet die Apps, das Handbuch und das Adminportal direkt im Fenster – ohne erneute Anmeldung.

www.amandi.pro

Zeigt denselben Assistenten unter eigener Marke. Was Sie dort tun, ist dasselbe wie auf lohncopilot.com.

Was heißt das für Sie?

  • Ein Zugang gilt auf allen Adressen.
  • Neue Apps und Handbuchkapitel erscheinen überall gleichzeitig.
  • Es ist gleich, über welche Adresse Sie einsteigen.
AdminportalTestzugänge und Benutzerrechte werden nur an einer Stelle gepflegt und gelten damit auf allen Adressen.